Söder wischt die Krisen weg
08.02.2012
Ort: Königsberg Von: Günter Flegel ![]()
Ministerbesuch Die ganze Welt redet von der Krise. Die ganze Welt? Nein. Ein (nicht ganz) kleiner Freistaat, umzingelt von Pleitekandidaten, stemmt sich wacker gegen jeden Anflug von Jammertal. Ganz besonders in Gestalt seines Finanzministers Markus Söder (CSU), der in Königsberg zu Gast war.

Leider war kein Mäuschen vor Ort, so bleibt es das Geheimnis von Landrat Rudolf Handwerker, um was er Finanzminister Markus Söder mit dieser Geste gebeten hat. Um höhere Steuern sicher nicht. Foto: gf
Die Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren in den Räumen der Rohrwerke hatte zwar einen leichten Anflug von Wahlkampf, doch Minister ist Minister, und so gab sich die kommunalpolitische Spitze des Landkreises nahezu geschlossen die Klinke in die Hand. Wobei rein körperlich betrachtet alleine der Königsberger Freie-Bürger-Bürgermeister Erich Stubenrauch der CSU-Größe mit dem Gardemaß das Wasser beziehungsweise das Weißbier reichen konnte. Alle anderen schauten mehr oder weniger ehrfürchtig zu dem mächtigen Herrn über die bayerischen Staatsmilliarden auf.
Das Jahr der Chancen
Der kam überdies überpünktlich und reagierte, ohne Mantel, weniger wegen der Kälte leicht verschnupft. Der Empfang war, wie man auf gut Fränkisch sagt, a weng strümpfert, aber Söder fragte den erstbesten Journalisten, wo's lang geht, und so fand er zielsicher sein Rednerpult.
Hier wischte er mit ein paar harmlosen Sticheleien Richtung politischer Konkurrenz das Krisengerede vom Tisch und entwarf ein Bild vom Jahr der Chancen, in das Bayern gestartet sei: Schuldenabbau statt Staatspleite, Bildungs- und Energieoffensive, Aufbruch, wohin man auch schaut im Freistaat: Das klang, rein körperlich, ein wenig von oben herab, kam aber gut an.
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