Ein Zeichen gegen Rechtsextremismus
09.06.2009
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Informationsveranstaltung Dr. Simone Richter von der Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bayern hielt in Haßfurt ein Referat bei den Linken. Der "Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg" sind schon über 50 Kommunen - auch aus dem Kreis - beigetreten.

Kreisrätin Eva Mendl, Dr. Simone Richter und Günter Pierdzig (von links) informierten am Montag in Haßfurt über die Aufgaben der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion. Foto: p
In Haßfurt berichtete sie über ihre Arbeit. Der Haßbergkreis soll nach Vorschlag der Linken, wie in der Pressemeldung berichtet wurde, dem Städtebündnis beitreten. 50 Kommunen haben hierzu Beschlüsse gefasst.
Eingangs informierte Kreisrätin Eva Mendl darüber, dass die SPD ebenfalls einen Antrag dazu eingebracht hat. Sie begrüßte dies. Das Thema werde nach Auskunft aus dem Landratsamt im Kreisausschuss beraten und in der Herbstsitzung des Kreistags diskutiert.
Einblick in rechte Strukturen gab Günter Pierdzig. Er koordiniert die nordbayerischen Bündnisse gegen Rechts. „Rechtsextremismus ist eine dauerhafte Herausforderung an Politik und Gesellschaft“, meinte er. Im Haßbergkreis etabliere sich derzeit eine noch überschaubare Szene („Kameradschaft Haßberge“); sie wirke als Teil „freier Kräfte“ bei rechtsextremen Aktivitäten mit. In jüngster Zeit gab es wieder Szene-Veranstaltungen mit rechten Musikbands in einer Steigerwaldgemeinde, hieß es. Das Kriegerdenkmal in Unterschleichach geriet nach Informationen einer Teilnehmerin in das Visier von Neonazis für martialische Veranstaltungen. Den gescheiterten Kauf der Wildbadkegelbahn durch NPD-Anhänger sah Pierdzig als Beleg dafür, dass Wachsamkeit nötig sei. Es gehöre zur Taktik der Neonazis, sich aktuellen Themen zu widmen, um damit rechtes Gedankengut zu verbreiten.
Der Vernetzung brauner Gruppen müsse auch in den Haßbergen etwas entgegengesetzt werden, resümierte Eva Mendl. „Es ist keinesfalls so, dass es Rechtsextremismus im Landkreis nicht gibt. Ignorieren ist der falsche Weg und Prävention das Ziel.“
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