Ray Wilson begeistert in Haßfurt
28.11.2010
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Kultur Man sollte oder soll nicht sagen, in Haßfurt sei ,die Katz' gebleut'. Im Gegenteil! Zumindest was das kulturelle Angebot betrifft. Woche für Woche geben sich die Künstler quasi die Türklinke in die Hand: Comedians, Klassiker, Jazzer, Symphoniker, Kabarettisten, Rocker - was das Herz begehrt.

Ray Wilson mit Band und dem Berlin Symphonie Ensemble in der Haßfurter Stadthalle, wo die Zuhörer hin- und hergerissen waren - zwischen andächtigem Lauschen und überschäumender Beifallskundgebung. Foto: Jochen Bopp
"Follow me, follow you"
"Follow me, follow you", "Carpet Crawlers" oder "No son of mine" - da gingen die Herzen auf. Bei Mittelalt bis Jung. "Der Name hat mich hierher getrieben. Ein schöner Abend, schöne Musik", so kommentierte es der 42-Jährige Holger Stretz aus Westheim. "Du fühlst dich zwanzig Jahre jünger", meinte Ralf Wolfrum aus Haßfurt. Die (fast) ganze Familie Weigand war überwältigt: "Eines der besten Konzerte, die je in Haßfurt waren", fand Mutter Margot (52), "ich mag Genesis und er interpretiert sie toll", war Tochter Larissa (22) hingerissen, nur Papa Kurt (55) fand ein kleines Haar in der Suppe - "das Schlagzeug is a weng dominant". Von der Stimme des Ray Wilson besonders angetan zeigte sich Helmut Lettang (54): "Die Streichmusik passt hervorragend dazu. Zum Genießen!" Und Horst Koslowski (alle Haßfurt) fand den Schotten, der jetzt ziemlich oft in Polen tätig ist, sehr sympathisch - "der ist in Ordnung, das gefällt mir".
Gar nicht so teuer...
Und wie bekommt man einen so bekannten und begnadeten Künstler, der ganze Stadien füllen könnte, samt Konzertband ausgerechnet nach Haßfurt? Petra Lettang, die "Kultur-Päpstin" der Kreisstadt, hat eine einfache Erklärung: "Ich kenne sein Management. Ray Wilson tritt gern auf kleinen Bühnen auf, er ist leicht zu händeln, ein Mann ohne Starallüren." Auch hinsichtlich der Kosten konnte Petra Lettang beruhigen. "Er ist bezahlbar", versicherte sie. Für den Sylbacher Besucher Horst Milotta war der "Ansturm" zum Konzert in der Stadthalle fast ein wenig beschämend. "Ein paar Leute mehr hätten's sein können", meinte er.
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