Schöne neue Welt in der Eltmanner Realschule

03.05.2011   Ort: Eltmann  Von: Günther Geiling  Fränkischer Tag

Modernisierung Modernste Unterrichtsbedingungen herrschen nun an der Eltmanner Wallburg-Realschule. Davon träumen die Lehrer an manch anderen Schulen. Bürgermeister Michael Ziegler und Schulchef Hendryk Heckl sowie seine Stellvertreter Raimund Erlwein und Gerhard Hartmann schauten sich den Neubau an.


Alles ganz schön neu hier! Hell und freundlich präsentieren sich die Räume in neuen Fachtrakt für Physik und Chemie. Konrektor Gerhard Hartmann und Bürgermeister Ziegler zeigten sich sichtlich begeistert. Foto: gg
1971. Wer hätte da gedacht, dass die gute alte Wandtafel in der Schule einmal ausgedient haben würde? Kreideflecke auf der Lehrerjacke jedenfalls dürfte es in der Zukunft an der Eltmanner Wallburg-Schule nicht mehr geben. Dafür leuchtet hier im 40. Jubiläumsjahr ein "Whiteboard": Schulleiter Hendryk Heckl, seine Stellvertreter Raimund Erlwein und Gerhard Hartmann sowie Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) schauten sich jetzt die neuen Räume im naturwissenschaftlichen Trakt der Realschule an und bewunderten die schöne neue Technik, die das Lernen auf dem aktuellsten Stand erlaubt.
Eigentlich wurde die Realschule Eltmann 1969 als Zweigstelle der Staatlichen Realschule Haßfurt mit dem so genannten Aufbauzug ins Leben gerufen. Der bayerische Kultusminister Hans Maier genehmigte dann offiziell am 6. August 1971 dem Landkreis eine weitere Realschule. Die Einweihung der "Georg-Schäfer-Sporthalle" (Vierfachturnhalle) 1974 verbildlichte die gelungenen Bemühungen der Stadt und des Landkreises, ein vielfältiges Bildungsangebot zu sichern und ausreichend Räume zu stellen.
Ins Jahr 1990 fiel die offizielle Namensbenennung mit "Wallburg-Realschule". Und in den Jahren darauf entwickelte sich die Bildungsstätte am "Schulberg in Eltmann" zu einem Zentrum mit sehr großem Einzugsgebiet bis in den westlichen Landkreis Bamberg. Zuletzt wurde nun der Run auf die sechsstufige Realschule in den letzten Jahren so stark, dass die Räume nicht mehr ausreichten. Eine Übergangslösung mit Klassen-Containern wurde nötig. Ursprünglich auf 16 Klassen ausgelegt, ist die Realschule nun bei 26 Klassen gelandet.
Der Anbau war dringend notwendig. Nun wird er seiner Bestimmung übergeben: Bis Mitte Mai werden die neuen Fachräume für den Unterricht freigegeben, und am Freitag, 27. Mai, will man das 40. Jubiläum mit der Einweihung des neuen naturwissenschaftlichen Traktes offiziell feiern.
Für die Erweiterung der Realschule mit Fachräumen waren 1,65 Millionen Euro angesetzt. Die Containerlösung wird noch einige Zeit bleiben müssen, denn schon laufen die Planungen für die Generalsanierung des Schulhauses. Es soll mit über vier Millionen Euro auf den neuesten Standard des Unterrichtsbetriebs gehoben werden. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass sich das über vier Jahre hinzieht, weil in Abschnitten bei laufendem Unterricht gearbeitet werden muss. Das Gebäude wird energetisch aufgerüstet und bekommt neue Fenster. Neben den fehlenden Klassenzimmern gibt es heute auch aktuellere Regelungen für die Größe des Lehrerzimmers und die Verwaltungsräume.
Hendryk Heckl, Raimund Erlwein, Gerhard Hartmann sowie Michael Ziegler standen ganz überrascht im neuen Fachtrakt. Pläne sind das eine, Tische und Bänke zum Anfassen das andere. Die Verantwortungsträger waren sich einig: Die neuen Physik- und Chemieräume sind mit den alten nicht zu vergleichen. Vor allem durch die neueste Technik. In den Klassenzimmern hängt nun das interaktive "Whiteboard". Es übernimmt gleichzeitig die Aufgaben der guten alten Tafel, des Overhead-Projektors und des Computers mit Internetzugang.
Da kratzt keiner mehr wie früher mit der Kreide an die Tafel. Vielmehr haben auch die Schüler dann einen speziellen Stift, mit dem sie elektronisch auf dem Board malen und schreiben können, und alle können es mitverfolgen. Die Lehrer wiederum können ihre Tafelbilder gleich zu Hause am Computer vorbereiten, speichern und dann auf das Aktivboard übertragen. Handschriftliche Ergänzungen im Unterricht lassen sich ebenfalls abspeichern und auch ausdrucken.
Die gute alte Kreide hat ausgedient. Viele Lehrer freuen sich darüber, sicherlich einige sehen das mit gemischten Gefühlen. Schließlich sollen bei der Generalsanierung alle anderen wichtigen Räume diese moderne Technik bekommen. Eben zeitgemäß.



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