"Heubacher Kreuz" bleibt Knackpunkt
30.07.2010
Von: Ralf Kestel ![]()
Verkehrsproblem Der Stadtrat von Ebern hält an seiner Forderung nach einer besseren Verkehrsregelung für das unfallträchtige "Heubacher Kreuz" an der Bundesstraße 279 fest . Anders als der Landrat und das staatliche Bauamt hält das Gremium bauliche Veränderungen für nötig. Eine Tunnelröhre für Fußgänger und Radler oder ein Verkehrskreisel sollen her.

Das Heubacher Kreuz ist dicht befahren und trotz des Umbaus im Jahr 2005 ein Unfallschwerpunkt im Eberner Raum geblieben. Fotos: Eckehard Kiesewetter
"Nicht zu rechtfertigen"
Beide Stellen lehnen dieses Ansinnen ab, wenngleich mit unterschiedlichen Schwerpunkten.So verwies Landrat Handwerker darauf, dass das "Heubacher Kreuz" kein Unfallschwerpunkt sei und es für Radfahrer einen Alternativweg über Sandhof gebe. Weiter sah er den Landkreis nicht in der Pflicht, da es sich bei der Straße von Ebern nach Heubach mehr um eine Gemeindeverbindungsstraße handele. Somit bliebe beim Bau ein Großteil der Kosten an der Stadt hängen. Des Landrats Fazit: "Beim Blick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist der Bau einer Unterführung nicht zu rechtfertigen."Thomas Limpert (CSU-Fraktion), der den Unterführungs-Idee geboren hatte, verwies darauf, dass das "Bauamt nicht sagt, dass eine Unterführung nicht machbar wäre". Es werde nur festgestellt, dass die Bauträgerschaft eher beim Kreis liege. "Und der Kreis wälzt es nun auf die Stadt ab." Limpert beschlich das Gefühl, "dass man sich in Haßfurt mit dem Thema nicht ernsthaft befasst hat". Dennoch sollte die Stadt das Problem im Auge behalten.
Immer wieder schwere Unfälle
Franz Geuß (CSU) pflichtete bei: "Wer empfiehlt, dass man über Sandhof fahren soll, hat das Problem nicht erkannt." Harald Pascher (FDP) wunderte sich ebenfalls: "Es ist doch jedem bekannt, dass es regelmäßig zu schweren Unfällen kommt." Und auch SPD-Sprecher Jürgen Hennemann konnte die Einschätzung "nicht verstehen": "Wir als Feuerwehrleute müssen oft genug dorthin raus." Oliver Kröner (EAL) wollte wissen, über welche Dimension man überhaupt rede und wünschte eine detaillierte Planung. Zwischen 200 000 und 250 000 Euro hätten erste Schätzungen gelegen, antwortete Thomas Limpert.
Ist ein Kreisel die Lösung?
Jürgen Hennemann wollte sogar noch weitergehen: "Wir sollten bei der Forderung nach einer Kreisellösung nicht nachgeben. Dann würde sich auch die Unterführung erübrigen." Dazu verwies Bürgermeister Robert Herrmann auf frühere Stellungnahmen des staatlichen Bauamtes, wonach der vorhandene Straßenverlauf für einen Kreisel nicht geeignet sei, da die Trasse in einem Zuge befahren werde. Mal schauen, ob sich die Argumentation ändert, wenn demnächst an der nördlichen Einfahrt von Baunach ein B279-Kreisel entsteht.
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