Eberns alte Wurzel wird eingelagert
11.03.2010
Von: Ralf Kestel ![]()
Bauausschuss Die verfallene Scheune am Gut Lützelebern, dem die Stadt Ebern ihre Erstnennung verdankt, wird abgebaut und "archiviert". Für die Eisdiele am Marktplatz ist der Weg frei. Kirchensanierungen stehen in Unterpreppach und Jesserndorf an, woran die Kommune finanziell beteiligt ist. Der Bauausschuss sah sich vor Ort um.

Podest vor Eisdiele
Trotz einiger Bedenken aus der Nachbarschaft: Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwochabend einer Freiflächennutzung vor der neuen Eisdiele am Marktplatz 8 zugestimmt. Marco Stefani darf dort ein 7,50 Meter langes und sieben Meter breites Podest aufbauen, um darauf Tische, Stühle und Sonnenschirme aufzustellen.
"Wenn wir eine Belebung des Marktplatzes wollen, geht das nur über die Freiflächen."
Die Regelung gilt für den Zeitraum von 1. März bis 30. September. Die Betriebszeit im Außenbereich wurde auf 23 Uhr beschränkt. Auch wenn vertraglich festgelegt werden soll, dass diese Terrasse "bei Bedarf zu räumen ist", ist diese Sondernutzung auch für die Dauer des Altstadtfests möglich, wie Bauamtsleiter Martin Lang sagte. Die Gestaltung des Podestes sieht vor, dass außen Glasbögen als Windschutz dienen, davor kommen noch Pflanzkübel. Zu möglichen Konflikten sagte das Stadtoberhaupt, dass man eben Kompromisse suchen muss. So sei die Terrassenfläche, die mit Pylonen dargestellt wurde, schon etwas gegenüber dem Antrag zurückgenommen worden. Man dezimierte die Terrassenfläche von 60 auf 52,5 Quadratmeter. Außerdem seien eben zeitliche Einschränkungen vorstellbar und auch "keine laute Nutzung" beabsichtigt. Für den Umbau des Hauses Marktplatz 8 selbst liege die Genehmigung bereits vor.
Sanierung ist nötig
Begonnen hatte die Rundfahrt des Bauausschusses in Unterpreppach, wo die Sanierung von Kirchenturm und Leichenhaus sowie dem Kirchenschiff ansteht. Manfred Schamberger als zuständiger Referent der Diözese für die Dekanate Ebern und Haßfurt erläuterte die notwendigen Maßnahmen. Am Kirchenschiff seien das Dach und der Außenputz fällig, sagte er. Eine Betonsanierung stehe an und ebenso ein Austausch der Fenster im Chorbereich.Die Kosten bezifferte Bürgermeister Herrmann mit 81 800 Euro an Turm und Leichenhaus, wovon die Stadt die Hälfte übernimmt. Am Kirchenbau selbst werden 97 300 Euro fällig, wozu die Stadt acht Prozent beisteuert. Die fälligen 47 000 Euro werden auf die Haushaltsjahre 2010 und 2011 verteilt. Weiter ging’s nach Jesserndorf, wo die Innensanierung der Kirche ansteht. Auf 210 000 Euro werden die Gesamtkosten geschätzt, wozu die Stadt ebenfalls acht Prozent zuschießt. Otmar Schmitt und Kirchenpfleger Klaus Müller informierten mit Schamberger über die geplanten Arbeiten. Bei einer Pfarrversammlung habe sich die große Mehrheit für einen neuen Hochaltar ausgesprochen. Auch die Deckengemälde sollen wieder freigelegt werden.
Neuer Altarraum
Die Pläne für die Gestaltung des Altarraums hatte Kunstreferent Dr. Jürgen Lenssen gefertigt. Bei einer Pfarrversammlung habe sich die große Mehrheit für diese Lösung ausgesprochen. Klaus Müller erklärte dazu : "Ich hatte nicht gedacht, dass das so einmütig befürwortet wird. Wir müssen aber heuer anfangen, sonst streicht die Diözese die für Jesserndorf vorgesehenen Gelder und wir müssen uns wieder hinten anstellen."
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