Witze, Tanz und viel "Hellau"
05.02.2012
Ort: Forchheim Von: Alexander Hitschfel ![]()
Prunksitzung Im 11. Jahr ihres Bestehens flogen bei den Närrischen Siedler beinahe die Löcher aus dem Käse.
Die Zahl 11 gilt allgemein als närrische Zahl und spielt in der Faschingszeit in mehrfacher Hinsicht eine Rolle. "Der Fasching beginnt am 11.11. um 11.11 Uhr, die Prunksitzungen beginnen elf Minuten nach einer vollen Stunde und den Vorsitze bei einer solchen Sitzung hat der Elferrat", erläutert Uttenreuther.
Politische Spitzen in der Bütt
Den Anfang des närrischen Treibens machte nach dem offiziellen Einzug die Kindergarde der Siedler, die zu den Klängen eines Medleys von einer der wohl bekanntesten Deutschen Rockbands, die Rede ist dabei von der Band Pur.
Die jüngsten Akteure des Abends war die Purzelgarde, die - verkleidet und geschminkt als Schlümpfe zeigten, wie im Schlumpfenland gefeiert und getanzt wird. Durch das Programm führte das Moderatorenduo Bernd Uttenreuther und Markus Schmidt.
"Hut ab" auch vor Julia Zametzer aus Kersbach, die zum ersten Mal in die Kinderbütt stieg. Sie erzählte was sie schon alles in ihrem Leben verpasst hatte, nur weil sie immer einen Tick zu spät gekommen ist. Farbenprächtig waren auch die Showtanzkostüme der Kindergarde, die zu den Klängen der Titelmelodie der Zeichentrickserie Biene Maja tanzten. Die wohl beste Büttenrede im Rahmen dieser Jubiläumsprunksitzung kam vom 18-jährigen Jonas Paul von der Schwarzen Elf aus Schweinfurt.
Mit viel Humor erzählte er eine bunte Geschichte über das Erwachsenwerden, über seine ersten Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht und über das Komasaufen mit Omas Zwetschgenschnaps. Untermalt mit fetziger Gitarrenmusik sorgte er für beste Unterhaltung, für die das zahlreiche Publikum im Kolpinghaus mit tosendem Applaus dankte. Jonas hatte auch die eine oder andere politische Spitze in seinem Programm und forderte die Politiker auf ihre Vorbildfunktion ernst zu nehmen: "Neue Leute frisch ans Werk, doch bitte keinen Guttenberg."
Später bekam der Vizepräsident der Närrischen Siedler, Martin Hüller, für seine Verdienste um den Forchheimer Fasching den Gesellschaftsorden des Fastnachtsverbandes Franken. Nach der Pause sorgten dann die "Wendeguggen" vom Faschingsverein Grün-Weiß Wendelstein mit ihrem Auftritt für einen Mix aus Karneval in Venedig (wegen der schillernden und fantasievollen Kostüme) und Karneval in Rio (wegen der mitreißenden Rhythmen).
Die Instrumente der Guggenmusik sind Trompeten, Posaunen, Sousaphon, Saxophon und Schlagzeug und was sonst noch alles Lärm macht
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