Wahlmänner treffen Wulff

28.06.2010   Von: Nikolas Pelke  inFranken.de

Bundespräsidentenwahl  Am Mittwoch wird der neue Bundespräsident in Berlin gewählt.Die Wahlmänner MdL Thorsten Glauber (Freie Wähler) und MdB Sebastian Körber (FDP) aus Forchheim hatten am Wochenende in Nürnberg die Gelegenheit, den schwarzgelben Kandidaten Christian Wulff persönlich zu treffen.


Thorsten Glauber, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, hat Christian Wulff in Nürnberg getroffen. Foto: Nikolas Pelke
"Er ist ein Politiker mit Fleisch und Blut", berichtet beispielsweise Thorsten Glauber, der den 51-jährigen Kandidaten in einem Nürnberger Hotel getroffen hat. Hinter verschlossener Tür hatte Wulff für sich und seine Positionen und Ziele geworben. Begeistert ist Glauber davon, dass Wulff ein freiwilliges politisches Jahr in Niedersachsen eingeführt habe. Auch Thorsten Glauber findet, dass soziale Kompetenz genauso wichtig wie Schulnoten ist.

"Trotzdem werde ich am Mittwoch dem Kandidaten Gauck meine Stimme geben", betont Glauber. "Er ist der richtige Präsident für die jetzige Zeit", findet Glauber. Als parteiloser Kandidat sei Gauck eben besonders glaubwürdig. Dies sei genau Wulffs größtes Problem. "Das, was er uns am Samstag erzählt hat, könnte er nie öffentlich sagen, weil er als Parteikandidat immer aus Dankbarkeit zurückstecken muss. So ein Präsident ist schon zu Beginn gelähmt", sagt Thorsten Glauber.

In den Volksumfragen liege Gauck ebenfalls weit vorne. "Bei der Umfrage auf infranken.de sind 70 Prozent für Gauck. Da liege ich doch als Wahlmann nicht verkehrt."
Der liberale Bundestagsabgeordnete Sebastian Körber will seine Stimme dagegen Christian Wulff geben. "Gäbe es eine rot-grüne Mehrheit im Bund, gäbe es sicher nicht den Kandidaten Gauck", sagt Körber. "Schade, dass er als strategischer Spielball missbraucht wird", findet Körber.

Außerdem sei Wulff ein äußerst geeigneter Kandidat. "Er hat die Zukunft im Blick", findet Körber, der den gemeinsam Kandidaten von Union und FDP zuletzt am Samstag in Heroldsberg bei Nürnberg persönlich getroffen und erlebt hat. Als Bundespräsident wolle er auch gestaltend mitwirken, habe Wulff dort verkündet. "Themen wie der demografische Wandel interessiert mich auch in der Bau- und Stadtpolitik", freut sich der 30-jährige Abgeordnete. Außerdem wolle Wulff speziell jungen Parlamentsmitgliedern häufiger zuhören. "Darauf freue ich mich schon. Ich werde ihn nach der Wahl daran erinnern", erzählt Körber weiter.

Eduard Nöth (CSU) fährt zwar nicht nach Berlin zur Stimmabgabe, aber trotzdem hat sich der Landtagsabgeordnete gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden Udo Schönfelder am Samstag die Rede von Christian Wulff in Nürnberg angehört. "Schon ein sehr präsidialer Stil", freut sich Nöth, während der Kandidat schon staatsmännisch auf der Bühne spricht. "Ich kenne Herrn Wulff ja schon lange. Schon damals erschien er mir als geeignet. Wulff ist ein Mensch, der zusammenführen kann", betont Nöth.

Auch Udo Schönfelder sagt: "Ich finde, er ist der richtige Präsident für Deutschland." Wulff habe er als glaubwürdig, kompetent und sympathisch erlebt.




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