Pakete kamen in Rumänien an
03.01.2012
Ort: Forchheim Von: Amanda Uppendahl ![]()
Hilfsaktion Der EGF-Lehrer Kolja Lücking hat die Weihnachtstrucks der Johanniter nach Rumänien begleitet. Auch von seiner Schule waren 450 Pakete dabei.
Dort trifft sich Lücking mit Truck- und Autofahrern von den Johannitern sowie von Speditionen und Firmen. Sie bilden eines von vier Konvois, die nach Rumänien fahren. Der Konvois, in dem Lücking mitfährt, besteht aus 13 Trucks und drei Begleitfahrzeugen. Zusammen bringen sie eine Ladung von über 1500 Spendenpaketen nach Nord-Rumänien, in die Umgebung der Stadt Bistritz, in Siebenbürgen. Lücking fährt bei den Weihnachtstrucks mit, um herauszufinden wo die Spendenpakete genau ankommen. Schüler, Eltern und Lehrer des EGF haben nämlich 450 Pakete zusammengestellt, in denen Lebensmittel und Hygieneartikel verpackt wurden. Lücking will die Situation der Menschen vor Ort dokumentieren und daraus einen Bericht für das EGF machen. Der Bericht wird auf die Homepage des EGF gestellt. Nach der zweitägigen Fahrt kommen die Konvois nach Piatra Fantanele in der Umgebung von Bistritz an, wo sie von Alin Uhlmann-Useriu empfangen werden. Sie werden hier abends von einheimischen Jugendlichen bewirtet, die der Johanniter Alin Uhlmann-Useriu mobilisiert hat. "Viele der jungen Rumänen verständigen sich mit den Truck-Fahrern und den Begleitungen auf Englisch oder auf Deutsch", erzählt Lücking.
Viele engagierte Jugendliche
Uhlmann-Useriu kennt "an die 300 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren aus seinem sozialen Projekt Tasuleasa Social", das sie unterstützt, berichtet Lücking. "Durch das Projekt erfahren talentierte Jugendliche, die teilweise aus kaputten Familien kommen eine Art zweite Heimat", erklärt Lücking. "Über hundert dieser Jugendliche unterstützen am 28. Dezember die Paketvergabe in Vororten von Bistritz, wo drei Trucks die Pakete abladen", berichtet Lücking.
Der Höhepunkt der Reise ist für Lücking das Strahlen der Kinderaugen über die Pakete. Viele Eltern aus den Vororten der Stadt Bistritz haben sich und ihre Kinder für die Abholung der Pakete so schick gemacht, dass man ihnen ihre Armut nicht angesehen hat", erzählt Lücking.
Dagegen sieht es in den Dörfern "dreckig und verwahrlost aus". Toiletten gebe es in den ländlichen Schulen nahe Bistritz für Kinder nicht, das Feld müsse dafür herhalten, berichtet Lücking. "In den Dörfern ist die Armut so groß, dass die Polizei bei der Ablade der Pakete Präsenz zeigen muss, um eine mögliche Plünderung zu verhindern", meinte Lücking. Der Lehrer hatte auch ein "mulmiges Gefühl, als er mit seiner großen Fotokamera gesehen wurde". Aber es verlief alles gut, die Spenden kamen auch zu den Dorfschulkindern, freut sich Lücking.
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