Eltern sollten Auge auf den Computer haben

15.03.2010     inFranken.de

Vortrag – "Was macht mein Kind im Internet?" lautete der Titel eines Vortrages zu dem der Kreisverband der Jungen Union Forchheimin den Bürgersaal der Gemeinde Hausen eingeladen hatte. Das Traurige dabei: Das Besucherinteresse war erschreckend gering.


Maria Deutschmann, Fabian Wegmann und Martin Walz
Das World Wide Web, ein Medium das nützlich sei, aber auch Gefahren in sich berge, so Maria Deutschmann, Kreisvorsitzende der Jungen Union, bei ihrer Begrüßung. Man solle das Internet nicht glorifizieren, aber auch nicht verteufeln, so Deutschmann. Die Vorteile des Internets liegen klar auf der Hand. Es wird hauptsächlich zur Kommunikation, aber auch zur Informationsbeschaffung genutzt. Hacker, Viren, Internetsucht bilden dann die Kehrseite der Medaille.

Fabian Wegmann und Martin Walz von der Jungen Union haben sich intensiv mit dem Thema Internet beschäftigt und haben einen Vortrag entwickelt, der Eltern für die Gefahren des Internets sensibilisieren soll. Das World Wide Web diene gerade für die Kinder und Jugendliche zur Vermittlung einer in der heutigen Zeit wichtigen Schlüsselqualifikation, nämlich der Medienkompetenz, so Walz. "Bei allen Gefahren überwiegt aber der Nutzen des Internets", ist sich Walz sicher.

In ihrem Vortrag beschäftigten sich die beiden JUller als nächstes mit Begriffserklärungen, hier mit dem Thema "Web 2.0", dem sogenannten "Mitmach-Internet", bei dem beispielsweise bei "Wikipedia oder You Tube" das Internet durch eigene Berichte, Kommentare und Filme mitgestaltet werden kann.

Auch zum Thema "Privatsphäre im Internet" gingen die beiden Referenten ein. Generell gelte der Grundsatz "Vertrauliches gehöre nicht ins Internet", so Wegmann. Dieser Grundsatz finde aber gerade bei Jugendlichen nur selten Beachtung. Da werden bei "Schüler-VZ und StudiVZ" – die deutsche Antwort auf "Facebook". In solchen "Sozialen Netzwerken" seien neben Bildern und Videos bei mehr als 40 Prozent aller Profile auch die E-Mail-Adresse offen angegeben.

Eine Spielwiese für alle Marktforschungsinstitute und andere Betriebe, die so kostenlos an E-Mail-Adressen kommen. Auch auf die "Killerspiele" gingen Walz und Wegmann in ihrem Vortrag ein. "80 Prozent aller Jugendlichen spielen Killerspiel", die auch mit dem Begriff "Ego-Shooter" bezeichnet werden. Man solle Killerspiele nicht generell "verteufeln", so Walz.

Der Charakter des Spielers und das Streben nach immer mehr Macht im Spiel über die anderen Mitspieler, sowie die Angst etwas zu verpassen, wenn man längere Zeit nicht spielt, können hier zu Suchterscheinungen führen. "Verbote helfen hier gar nichts", so Walz. Vielmehr müssten von den Eltern hier klare Regeln für die Computernutzung aufgestellt werden.

Kommt es zu einer Spielesucht, verliert man den Kontakt zur reellen Welt und lebt nur noch in seiner eigenen virtuellen Welt.

Aggressivität und Konzentrationsstörungen sind hier die Folge. Der Vortrag von Wegmann und Walz zeigte auf eindrucksvolle Weise, dass gerade bei Eltern jede Menge Aufklärungs- und Informationsbedarf vorhanden sein müsste, die Realität sah aber anders aus; der Besuch dieses sehr informativen Vortrages an diesem Abend war recht spärlich. Gerne sind die beiden bereit, den Vortrag auch bei anderen Verbänden und Institutionen zu halten. Wer also Interesse hat, kann sich gerne an Martin Walz unter 09134/707838 oder unter mail@martin-walz.de wenden.



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