Die Macher des Marathons
30.08.2011
Ort: Kreis Forchheim ![]()
Organisatoren Hinter den Kulissen ist der Lauf durch die Fränkische Schweiz zur "Ganzjahresveranstaltung" geworden. Von einer "Ganzjahresveranstaltung" spricht Anton Eckert. Der Kulturreferent ist der Cheforganisator des Fränkische-Schweiz-Marathons.
Die Vorbereitung des Marathons ist selbst ein Marathon geworden. Dabei arbeiten auch die hauptamtlichen Mitarbeiter der Volkshochschule (VHS) und des Sportamtes teils ehrenamtlich mit, sagt Anton Eckert: "Letztendlich wäre so eine Veranstaltung sonst gar nicht bezahlbar." Marion Rossa-Schuster (pädagogische Mitarbeiterin der VHS), die im Sog des Fränkische-Schweiz-Marathons selbst zur Läuferin wurde und die 42 Kilometer mittlerweile in glänzenden drei Stunden und 39 Minuten läuft, ist Spezialistin für die Sponsorenkontakte geworden; auch wenn sie privat zu Laufveranstaltungen geht, wirbt sie für den heimischen Marathon.
Lorenz Kaiser (stellvertretender VHS-Chef) ist für Startunterlagen verantwortlich und ist Herr "über alles, was sich im Zielbereich abspielt". Zwar komme jährlich Neues hinzu, heuer etwa der 1/10-Marathon. Dennoch werde die Arbeit kaum mehr, "wenn das Grundwissen erst einmal vorhanden ist", sagt Kaiser.
Thomas Hesel, Mitarbeiter im Sportamt, drückt es so aus: "Obwohl es mehr Arbeit wird, gleichen wir das durch wachsende Routine aus." Hesel nimmt per E-Mail und Telefon die Anmeldungen entgegen, rund 1900 werden es heuer sein. Und zu Weihnachten verschickt Hesel hunderte Grußkarten und Bilder an die Läufer - "Kontaktpflege gehört dazu".
Sportbegeisterung ist unter den Organisatoren eher die Regel. Einige sind sogar passionierte Marathonläufer, wie etwa Anton Eckert, Marion Rossa-Schuster oder der Lauftherapeut Michael Cipura, der für das Marketing beim Fränkische-Schweiz-Marathon sorgt. Andere, wie Oliver Helmer, leben von ihrem Organisationstalent. "In keinster Weise" sei er ein Läufer, sagt Helmer von sich. Er ist der Mann der Marathon-Messe, die am Samstag über die Bühne geht. Anton Eckert ist beeindruckt von Helmers "praktischen Umsetzungsgabe". Und die ist bereits am Tag nach dem Marathon schon wieder gefragt. Denn am Montag wird ein Helferfest gefeiert, rund 300 der 700 Helfer folgen erfahrungsgemäß
dieser Einladung. Und spätestens im Oktober sitzen Anton Eckert und Michael Cipura zusammen, um den 12. Marathon auszuwerten - und den 13. zu planen. "Stillstand können wir uns nicht leisten", sagt Anton Eckert. Denn der Flyer für 2012 muss gedruckt werden. Neue Ideen seien dann gefragt.
Da ist Michael Cipura Spezialist. Der Lauftherapeut, der auch die hiesige "Erlebnislauf-Team" betreut, ist in der Szene zu Hause. Jedes zweite Wochenende ist er werbend oder laufend bei Veranstaltungen unterwegs. Er hat heuer schon 15 kürzere Läufe hinter sich, und auch den Marathon läuft der 46-Jährige noch; seine Bestzeit liegt bei zwei Stunden und 46 Minuten.
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