Die Frau am Empfang

02.02.2012   Ort: Forchheim     Fränkischer Tag

Ausbildung Andrea Willner aus Hallerndorf hat den Staatspreis erhalten. Zuvor war sie gezwungen, als Tierarzthelferin aufzuhören.


Um acht Uhr morgens beginnt für Andrea Willner der Arbeitstag. Fotos: Alexander Abel
Wenn Andrea Willner einmal nicht ihrer Tätigkeit als medizinische Fachangestellte nachgeht, begibt sie sich auf die Spuren von spannenden Kriminalfällen. Sie liest zur Entspannung gerne Krimis.
Allzu viel Zeit hat die 32-jährige Hallerndorferin dazu aber nicht, denn ihr Arbeitstag beginnt schon um acht Uhr in der Früh und endet erst acht Stunden später. Andrea Willner arbeitet seit nunmehr zwei Wochen in der Hautklinik des Erlanger Universitätskrankenhauses. Dort nimmt sie die Patienten in Empfang, weist sie den Ärzten zu und macht die nächsten Termine aus.
Nach ihrer Einarbeitungszeit ist geplant, dass Andrea Willner dann auch den Ärzten assistieren wird. Nachdem sie die Realschule abgeschlossen hatte, hat die Hallerndorferin in Hirschaid eine Ausbildung zur Tierarzthelferin begonnen. Im Anschluss daran arbeitete Andrea Willner in diesem Beruf drei Jahre lang in Herzogenaurach. Aufgrund einer Katzenallergie musste sie ihre Tätigkeit als Tierarzthelferin aufgeben. Das Ende der Laufbahn als Arzthelferin? - Keineswegs!
Andrea Willner hat nur die Art der Patienten gewechselt und hat anschließend vier Jahre lang in einer Forchheimer Arztpraxis mit Menschen statt Tieren zutun gehabt.

Abschlussnote 1,0


Danach hat sie eine zweite Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten im Klinikum Forchheim begonnen. "Mir bereitet die Arbeit mit Menschen große Freude", sagt sie. Parallel dazu hat Andrea Willner die Berufsschule Forchheim besucht.
Mit großem Erfolg, wie ihre Abschlussnote von 1,0 beweist: "Ich wollte einfach das Beste daraus machen und habe viel gelernt, um das zu schaffen", sagt sie. Für ihre Leistung hat sie bei der gestrigen Absolventenfeier den Staatspreis erhalten. "Als ich den Brief vor zwei Wochen erhalten habe, konnte ich es kaum glauben. Ich dachte bei der Verabschiedung gibt es ein kurzes Händeschütteln und das war's", erzählt sie. Wichtig für den Beruf als medizinischer Fachangestellter sei die Belastbarkeit: "Man muss damit umgehen können, Krankheiten zu sehen."

Jahrgangsbeste: Staatspreis: Andrea Willner (1,0), Landkreispreis: Melanie Postler (1,0) und Nicola Bast (1,25),
Fördervereinspreis: Katharina Wolf (1,14) und Alexander Bayerlein (1,75)



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