Die Chancen auf eine Lehrstelle steigen

31.08.2010   Von: Dustin Hemmerlein  inFranken.de

Ausbildungsmarkt  Laut der Statistik der Agentur für Arbeit konkurrieren immer weniger Bewerber im Raum Forchheim um die Lehrstellen. Die demographische Entwicklung und der Trend hin zu höheren Schulen sorgen dafür, dass auch jetzt noch viele Lehrstellen unbesetzt sind.

"Die Situation ist günstiger geworden." So beschreibt Hermann Zeis, der Pressesprecher der Agentur für Arbeit in Bamberg, die Situation des Ausbildungsmarktes im Bereich Forchheim. Obwohl die Bewerberzahlen im Vergleich zum letzten Jahr leicht gestiegen sind, nimmt Zeis einen anderen Trend war, wenn er die Zahlen der letzten drei Jahre betrachtet: "Die Zahl an Ausbildungsstellen ist in etwa gleich geblieben, die Bewerberzahlen dagegen sind gesunken." Gründe dafür sind laut Zeis vor allem der Trend zu höheren Schulen und die "demographische Entwicklung, die langsam aber sicher zuschlägt."

Selbst wer zum 1. September keine Lehrstelle bekommen hat, ist nicht in einer hoffnungslosen Situation. Der Leiter der Berufsberatung Bamberg, Rainer Detsch, meint: "Im Moment ist noch viel Bewegung auf dem Markt, im Vergleich zu den Vorjahren gibt es viele offene Stellen."

Gerade im Hinblick auf die positive Entwicklung bestehe noch immer Aussicht auf Erfolg. "Und wenn dann im Oktober oder November immer noch keine Stelle da ist, greifen die Maßnahmen der Arbeitsagentur. Da haben wir Vermittlungsquoten von 60 bis 70 Prozent."

Gute Zahlen auf dem Ausbildungsmarkt kann auch Peter Schirner, Abteilungsleiter im Bereich berufliche Bildung der Handwerkskammer, präsentieren: ,,Dieses Jahr haben wir ein gutes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Und das trotz zurückgehender Zahlen bei den Hauptschulabsolventen." Er geht auf der Grundlage der Zahlen aus dem August davon aus, dass dieses Jahr mehr Ausbildungsverträge bei der HWK registriert werden als im letzten Jahr. Die Steigung wird wahrscheinlich auch die mittlere Steigung im Regierunsgsbezirk Oberfranken übertreffen.

Auch die IHK kann dieses Jahr einen Zuwachs bei den neu eingetragenen Arbeitsverhältnissen im Raum Oberfranken verzeichnen, im Vergleich zum Vorjahr wurden bis jetzt 2,1 Prozent mehr Ausbildungsverträge registriert.

Sowohl der Vorstand des Industrie und Handelgremiums Forchheim , Christian Waasner, als auch Peter Schirner betonen besonders die Wichtigkeit der Ausbildung als Vorbereitung auf den Fachkräftemangel.



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