Ritter, Gaukler und Barden
18.10.2010
Ort: Baiersdorf Von: Verena Bauer ![]()
Mittelaltermarkt Wer am Wochenende durch den Pacé-Park in Baiersdorf spazieren wollte, fühlte sich wohl um einige Jahrhunderte zurück versetzt. Der Mittelaltermarkt lockte mit vielen Attraktionen sein Publikum an.
Möglichst authentische Stände
Dank des besseren Wetters kamen am Sonntag wesentlich mehr Menschen zum Markt. "Es läuft heute viel besser, viele Familien kommen um sich den Markt anzuschauen", berichteten Lukas und Matthias von der Kasse am Eingang. Veranstalter Dieter Simon freute sich sehr über diesen Aufschwung. "Der Nachteil daran, den Markt so spät im Jahr zu machen, ist natürlich das Wetter. Aber es hat den Vorteil, dass man sich Händler und Künstler besser aussuchen kann; im Sommer sind die meisten woanders beschäftigt." Simon legt viel Wert auf das Flair: "Wir wollen möglichst authentische Stände, kein Fantasy. Es geht ja darum, den Leuten ein Gefühl von Mittelalter zu vermitteln, das geht nur mit Händlern, die sich Mühe geben und ihre Stände nicht aus Plastikplane bauen". Nur loben konnte dies auch Holzschuhmacherin Christiane Tränkler. "Der Markt ist wirklich gut organisiert. Man merkt, dass der Veranstalter Ahnung hat und selber dabei ist", befand sie.
Ein großes Plus für die Atmosphäre
Auf der Veranstaltung gab es Einiges zu sehen. Man konnte zum Beispiel dem Schmied über die Schulter schauen und bei Speis und Trank der Musik der Barden lauschen. Das junge Publikum erfreute sich am Ponyreiten, Kinderschminken oder Kerzenziehen. Sogar ein Gaukler und ein Zauberer zeigten ihre Kunst. Die Freundinnen Sabine und Katharina waren begeistert: "Ich bin zum ersten Mal auf so etwas und ich bin echt beeindruckt. Das ist mal was ganz anderes", freute sich Sabine. "Wir waren zwar mal auf einem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, aber das war lange nicht so toll." Ein bisschen eng sei es, fand Matthias Rampe. "Dafür gibt es fast keine Störfaktoren wie Häuserfassaden oder Autos, ein großes Plus für die Atmosphäre." Deshalb war auch der Eintritt für Gewandete günstiger. "Sie zahlen weniger, weil sie zum Flair beitragen. Sie werden dafür entlohnt, dass sie den Markt schöner machen", erklärte Dieter Simon.
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