Wilde Verfolgungsjagd endet bei Niederndorf

22.02.2012   Ort: Niederndorf     

Verkehr Eine turbulente Verfolgungsfahrt quer durch den Landkreis Fürth haben sich am Dienstagabend mehrere Beamte verschiedener Polizeistellen mit einem 38-jährigen Mann geliefert. Gestoppt wurde er schließlich beim Herzogenauracher Ortsteil Niederndorf.


Symbolbild: Marcus Führer, dpa
Laut Polizeibericht wurden kurz nach 20.15 Uhr Zivilkräfte der Erlanger Verkehrspolizei auf einen Chrysler Voyager aufmerksam, der auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Nürnberg fuhr. Bei einer routinemäßigen Abfrage des am Fahrzeug angebrachten Kennzeichens stellte sich heraus, dass dieses seit mehreren Jahren nicht mehr ausgegeben war. Daraufhin sollte der Fahrzeugführer an der Tank- und Rastanlage Aurach-Süd einer Kontrolle unterzogen werden.

Den Weisungen zur Anhaltung kam der Fahrer zunächst nach und fuhr in die Rastanlage ein. Kurz darauf beschleunigte er das Fahrzeug jedoch erneut und fuhr mit hoher Geschwindigkeit zunächst auf der A 3 und dann weiter auf der A 73 Richtung Nürnberg.


Quer durch den Landkreis Fürth


Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken beorderte zwischenzeitlich weitere Streifenbesatzungen der benachbarten Inspektionen in den Landkreis Fürth. Der Beschuldigte setzte seine Fahrt, von der Autobahnausfahrt Eltersdorf beginnend, quer durch den nördlichen Fürther Landkreis fort. Während der Verfolgungsfahrt touchierte der Beschuldigte ein Zivilfahrzeug und beschädigte dieses leicht.

Eine Streifenbesatzung der hinzugezogenen Fürther Verkehrspolizei stellte auf der Stadelner Hauptstraße (Fürth) ihren Streifenwagen quer, um das Fluchtfahrzeug zu stoppen. Die beiden Beamten befanden sich außerhalb des Streifenwagens und hatten zur Eigensicherung ihre Dienstwaffen in der Hand. Der Flüchtige setzte seine Fahrt jedoch unbeirrt fort, sodass die Beamten sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen mussten. Dabei löste sich aus der Waffe eines Beamten ein Schuss. Verletzt wurde niemand.

Schließlich gelang es den eingesetzten Streifen der Verkehrspolizei und einer entgegenkommenden Streife der Polizeiinspektion Herzogenaurach, das Fluchtfahrzeug auf der Staatsstraße 2263 zwischen Fürth-Vach und Niederndorf (Stadt Herzogenaurach) zu stoppen. Dabei kam es zu einem erneuten Zusammenstoß mit einem Dienstfahrzeug. Der Sachschaden an beiden beschädigten Pkw beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 2000 Euro.


Fahrer ließ sich anstandslos festnehmen



Der 38-jährige Fahrzeugführer, der aktuell keinen festen Wohnsitz hat, ließ sich widerstandslos festnehmen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Entsprechende Vortests ergaben bislang keine Hinweise auf eine Fahrt unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung.

Die eingesetzten Polizeibeamten blieben unverletzt. Das Fluchtfahrzeug wurde sichergestellt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist der Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Die Ermittlungen bezüglich der Besitzverhältnisse des Fahrzeuges dauern an.

Die sachbearbeitende Dienststelle (Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg) leitete zwischenzeitlich unter anderem ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ein.



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Kommentare

 
2  Kommentare  
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Roth - 22.02.2012 08:47    (1)   
 

geht es noch .....
... wie kann sich ein Schuss einfach so lösen. Wer hat geschossen - der Flüchtige oder die Polizei. Jedenfalls braucht der gute Mann eine kurze Freiheitsstrafe ohne Bewährung.

Volltreffer - 22.02.2012 09:58    (0)   
 

Ach Roth,
ob der junge Mann (38!!) eine Freiheisstrafe "braucht" entscheiden zum Glück andere.

Sei halt ruhig.

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