Wenn der Radweg zur Eisbahn wird

03.02.2012   Ort: Herzogenaurach  Von: Bernhard Panzer  Fränkischer Tag

Glatteis Die Eiseskälte hinterlässt ihre Spuren. Jetzt musste in Herzogenaurach eine Radweg-Unterführung gesperrt werden.


Eine dicke Eisschicht macht den Radweg unpassierbar. Foto: Bernhard Panzer
Bizarr mag gefrorenes Eis anmuten und das Auge des ein oder anderen Kunst- und Naturfreundes erfreuen. Andere Menschen hingegen leiden sehr unter dem Dauerfrost. Und für die Stadtverwaltung ist die Kälte schlicht ein Ärgernis, wenigstens was den Radweg an der alten Kläranlage betrifft.

Dort in der Unterführung neben dem Regenüberlaufbecken haben sich bizarre Eisgebilde auf der Betonfahrbahn gebildet. Zum Schlittschuhfahren zu rau, zum Radeln oder Gehen zu glatt ist das gefrorene Eis, weshalb sich die Stadt zu einer prompten Sperrung entschieden hat.

Bauamtsleiter Gerhard Merkel: "Das Wasser drückt aus der Wand der Unterführung und gefriert sofort". Weil man die bereits mehrere Zentimeter dicke Eisschicht nicht mit Salz auftauen wollte, wurde der Weg kurzerhand gesperrt.

Dass dort Wasser aus der Wand drückt, sei nicht unbedingt neu, sagt Merkel. Aber weshalb es in dieser Stärke kommt, werde man noch prüfen. Ebenso wie die Frage, ob man besser isolieren müsse.
Möglicherweise hänge der Wassereinfall mit dem, vor der Frostperiode hohen Wasserstand der Aurach und dem anschließenden plötzlichen Temperatursturz zusammen. Die Pumpen schafften es offensichtlich nicht mehr, das Wasser vor dem schnellen Gefrieren zu beseitigen.

Für das Auge bleibt ein Eisgebilde, das zusammen mit den Graffitis an der Wand sicher seinen eigenen besonderen optischen Reiz hat.




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Kommentare

 
7  Kommentare  
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Meckerer - 05.02.2012 23:07    (0)   
 

Viel Trara um nichts......
Ich nehme an Herzogenaurach hat einen Bauhof. Sind die Leute nicht fähig da Split und Sand zu streuen und machen so einen Zwergenaufstand wegen der Unterführung.Wenn der Bauamtsleiter Gerhard Merkel mit seiner Mannschaft nicht fähig ist diese Kleinigkeiten in Ordnung zu bringen und einen Trara um das macht soll er seinen Hut nehmen.

intelligenterautofahrer - 04.02.2012 13:36    (0)   
 

Ginge es um eine Straße
oder Parkplätze wäre der Weg schon lange frei von Eis! Aber Radfahrer taugen ja nur dazu, von bequemen Autofahrern geschnitten, über den Haufen gefahren (im FT steht dann "übersehen") und ansonsten wegen angeblicher Mängel am Fahrrad beschimpft zu werden.

Auricher - 04.02.2012 07:22    (0)   
 

Welch eine Katastrophe!
Mir tut nur die Bevölkerung leid.

Henner - 03.02.2012 18:27    (0)   
 

Splitt ?
Einfach Splitt hinstreuen, oder Sand.
Muss doch nicht immer gleich Salz sein.

Melvin - 04.02.2012 13:34    (0)   
 

vielleicht weil
Split und Sand auf einem zur Eisfläche gewordenen Radweg nicht ausreichen? Speziell bei den augenglicklichen Temperaturen!
Fahrräder sind auf Eis leider noch instabiler als Fußgänger und Stürze vom Fahrrad deutlich gefährlicher als Ausrutscher zu Fuß.
Und vielleicht weil jederzeit wieder Grundwasser nachdrücken kann und dann eine Eisschicht auf dem Split bildet?

@Redaktion: Was mich interessieren würde: Was ist denn nun die Alternative zur Unterführung?

Roth - 04.02.2012 08:24    (0)   
 

eine einfache Lösung ....
... auf die nicht jeder Beamte kommt.

Volltreffer - 04.02.2012 14:17    (0)   
 

Ja aber,
dafür hab´n wir doch dich!

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