Stadt steigt als Investor auf der Herzo Base ein

08.02.2012   Ort: Herzogenaurach     Fränkischer Tag

Städtebau Im Stadtteil Herzo Base entsteht ein Wohngebiet für 2000 Menschen. Das Areal hat nun die Stadt gekauft. Der bisherige Investor Allfina aus der Schweiz ist damit aus dem Rennen. Adidas hat die städtischen Anteile der Stadt an der GEV übernommen.


Angrenzend an das bisherige Wohngebiet mit 500 Einwohnern (oben Mitte) entstehen die beiden weiteren Bauabschnitte des Stadtteils, der 2000 Menschen Wohnraum bieten soll (vom Feldweg eingerahmt). Unten das Adidas-Outlet mit der benachbarten Spedition Wormser Foto: Matthias Hoch
Die Stadt Herzogenaurach steigt als Investor für den zweiten und dritten Bauabschnitt des Wohngebiets auf der Herzo Base ein. Im Gegenzug übernimmt die Adidas AG den zehnprozentigen Anteil der Stadt an der Grundstücksgesellschaft Herzogenaurach mbH & Co. KG (GEV). Das gab Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer am Mittwochnachmittag bekannt.

Damit ist die Adidas Gruppe alleiniger Gesellschafter der GEV, die für den Erwerb, die Entwicklung, die Verwertung und Verwaltung des ehemaligen Militärareals verantwortlich ist.

"Mit der Stadt Herzogenaurach haben wir den idealen Investor gefunden. Unser Anspruch war es immer, die Herzo Base nachhaltig und mit hoher Qualität zu einem neuen Stadtteil auszubauen. Über unsere Tochtergesellschaft GEV haben wir bereits in der Vergangenheit sehr eng und sehr gut zusammengearbeitet. Die Stadt ist heute hervorragend aufgestellt, um die Entwicklung auf Basis des Masterplans in eigener Regie perfekt voranzutreiben", sagt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der Adidas Gruppe.

Durch eine systematische Planung wurde auf der Herzo Base seit 1999 ein attraktives Umfeld mit hoher Arbeits-, Wohn- und Lebensqualität geschaffen. Vier Welten bieten ausreichend Platz für ein Miteinander von Unternehmen und Wirtschaft (World of Sports, World of Commerce), Bürgerinnen und Bürgern (Public World) sowie Bewohnern (World of Living).

"Ich freue mich über die pragmatische und konstruktive Umsetzung dieser zukunftsweisenden Lösung, die letztendlich den Interessen beider Seiten in idealer Weise Rechnung trägt. Ziel der Stadt ist es, die Wohnbebauung zügig voranzutreiben. Wir werden uns auf Grundstücksentwicklung und -vermarktung konzentrieren, um den benötigten Wohnraum in Herzogenaurach zu schaffen", so der Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach
German Hacker.


Historisches



Die Geschichte des heutigen Stadtteils beginnt im Jahre 1945. Mit der Übernahme des ehemaligen Fliegerhorstes durch die amerikanischen Truppen wurde das 114 Hektar große Areal zur Herzo Base. Die Amerikaner nutzten das Gelände bis zu ihrem Abzug im Jahr 1992 als Funkerbasis. Bis zum Jahr 1997 wurden für die Herzo Base verschiedene Nutzungen entwickelt. Im Juli 1997 erfolgte schließlich mit der Gründung der GEV-Gründungsgesellschaft, einem Zusammenschluss der Stadt Herzogenaurach und privater Investoren, die positive Weichenstellung für eine zielgerichtete Neuentwicklung des ehemaligen militärischen Geländes.

Im ersten Bauabschnitt der "World of Living" leben heute bereits mehr als 500 Menschen in über 200 Wohneinheiten. Langfristig werden dort 2000 Menschen in einem qualitativ hochwertigen Umfeld wohnen. Die Nähe von Wohnraum und Arbeitsplatz wird ein zusätzlicher Wettbewerbsvorteil für die Stadt Herzogenaurach sein. Allein auf der "World of Sports" werden langfristig bis zu 5300 Menschen arbeiten, was einen schrittweise weiteren
Ausbau der Herzo Base erfordert. Dabei verbindet die Adidas Gruppe die ganzheitliche Entwicklung der gewerblichen Flächen mit einem erneuten klaren Bekenntnis zum Traditionsstandort Herzogenaurach.


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Donnerstag im Fränkischen Tag



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Kommentare

 
2  Kommentare  
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Roth - 09.02.2012 10:34    (0)   
 

wo will sich Herzogenaurach noch ....
... hin entwickeln. Es wird Erlangen bald ein Ortsteil von Herzogenaurach werden, wenn man die Steuerkraft vergleicht.

Wie hoch wird denn die Gewerbesteuer heuer ausfallen? Ein Städtevergleich - heruntergerechnet auf das Pro-Kopf-Aufkommen - wäre interessant.

P0tth34d - 09.02.2012 15:14    (0)   
 

Dann wäre......
das neue Landratsamt wenigstens im Landkreis grinsen

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