Polizei findet 92 geschmuggelte Hundebabys in Laster
07.02.2012
Kriminalität Ein tierisches Drama beschäftigt die Polizei: Auf einem Autobahnparkplatz entdecken Beamte 92 teilweise nur einen Monat alte Welpen - eingepfercht in kleine Boxen in einem ungarischen Laster. Bei einigen ist ungewiss, ob sie überleben.
Die Vierbeiner wurden ins Nürnberger Tierheim gebracht und dort in einer eigenen Krankenstation versorgt. Etwa vier bis fünf der kleinen Hunde müssten mit Infusionen behandelt werden, berichtete Tierheimleiterin Heike Weber. Ihr Zustand habe sich verschlechtert - es sei nicht sicher, ob diese Welpen überleben. "Einige sind recht schwach", sagte Weber der Nachrichtenagentur dpa. Andere Tiere seien ebenfalls krank oder hätten Würmer.
Die Polizeibeamten hatten die Hunde am Montag auf einem Autobahnparkplatz an der A3 im Landkreis Erlangen-Höchstadt entdeckt. Es handelte sich um verschiedene Rassen von Dackeln über Boxer bis zum Golden Retriever. "Dabei ist ein ganzer Wurf Beagle", sagte Weber. Es handele sich um Modehunde, die auf dem Tiermarkt teuer verkauft werden könnten. Die Welpen sollten in die Niederlande gebracht werden.
Nach ersten Ermittlungen waren die Dokumente der Vierbeiner zum Teil gefälscht. Die Welpen wurden einige Wochen älter gemacht, damit sie überhaupt transportiert werden durften. Normalerweise dürfen erst mindestens acht Wochen alte Tiere ins Ausland gebracht werden - laut Weber war die Hälfte der Tiere aber maximal vier bis fünf Wochen alt. Zunächst sollen die Hundebabys im Tierheim versorgt und aufgepäppelt werden, später werden sie vermutlich in Deutschland vermittelt.
Ein weiterer Hund beschäftigte am Dienstag quasi als Schwarzfahrer die Bundespolizei, nachdem der Husky am Nürnberger aus der S-Bahn gesprungen war. Ein Fahrgast nahm sich des umherirrenden Hundes an und fing ihn mit seinem Schal ein. Der Husky landete ebenfalls im Nürnberger Tierheim. Dort meldete sich allerdings später der Besitzer, der ihn in der S-Bahn Altdorf-Nürnberg verloren hatte. dpa
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Kommentare
www.tierheimlinks.de:
Nur wer ein Tier aus dem Tierschutz zu sich holt, anstatt das Geschäft mit der "Ware Tier" durch Nachfrage weiter zu fördern, hilft Tierelend auf lange Sicht zu verringern. Wer ein Tier aus einem Tierheim holt, gibt ihm eine neue Chance auf Glück. Ein Tier aus dem Tierheim kann mehrere Vorteile haben. Vor allem gibt man so Tieren ein Zuhause, die sonst vielleicht lange in einem Heim leben müssten. Außerdem hat man die Möglichkeit, ein erwachsenes Tier zu sich zu nehmen, das schon stubenrein ist und häufig zumindest den Grundgehorsam erlernt hat, so dass die Erziehung weniger aufwendig ist als bei einem Welpen. Schließlich ist gerade bei Hunden und Katzen nicht nur die Erziehung, sondern auch die Persönlichkeit wichtig. Zum Beispiel ist eine bestimmte Dickköpfigkeit erst später erkennbar - und kann auch bei guter Erziehung auftreten.
wem sagen Sie das?
Was wir nicht halbtot auf der Straße gefunden haben, haben wir aus dem Tierheim. Aber nur Katzen
Verdunkelungsgefahr? Fluchtgefahr?
Wer sind die Hintermänner? Wer sind die Abnehmer?
Könnte man ggf. Alles erfahren, wenn man ihn eine zeitlang im Knast brummen läßt.
Aber, sind ja "nur" Tiere!
Nur wenn so ein Hund durch die frühe Entwöhnung von der Mutter völlig verhaltensgestört ist und Menschen anfällt, ggf. sogar ein Kind tot beisst, ist das Geschrei wieder groß!
die 92 Hundewelpen stellen,
wenn man sie eiskalt als Ware betrachtet ein Betrugsvolumen von ca. 100.000 EUR. Zuchtwelpe mit Stammbaum = 1000 EUR, Welpe aus Qualzucht = Wertlos.
das ist organisierte Kriminalität. Für 100.000 EUR Betrugsvolumen fährt man normalerweise ein ohne Bewährung.
Jetzt hat das Tierheim Nürnberg die Kosten für fast 100 Hunde am Hals. Hätte man nicht wenigstens den LKW beschlagnahmen können? Vielleicht hätte der noch ein paar 1000 EUR gebracht, wenn es kein völliger Schrotthaufen war
Was für Gesetze........
Der 36 Jahre alte Fahrer des ungarischen Lastwagens wurde zunächst festgenommen, später aber wieder freigelassen.Bei unsere unfähigen Kuscheljustiz kann der Fahrer gleich den nächsten " Tiertransport " veranlassen.
Herr lass doch endlich einmal Hirn regnen aufs Justizgebäude.
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