Pflanzenöl und Hackgut als Alternativen
12.05.2011
Ort: Röttenbach Von: Barbara Horn ![]()
Energiekonzept Der Röttenbacher Gemeinderat denkt über Einsparmöglichkeiten im Rathaus nach. Ein Institut aus Amberg stellte in der jüngsten Sitzung eine Studie vor.

Ohne Industrie und Gewerbe
Verantwortlich für die Ausarbeitung war das Institut für Energietechnik (IfE) an der Hochschule Amberg-Weiden. Wie Ingenieur Thomas Jancker ausführte, hat das Institut zunächst die Energieversorgung im Ist-Zustand betrachtet, wobei Industrie und Gewerbe ausgenommen waren.
Die Stromversorgung erfolgt durch die Gemeinde, ein Erdgasnetz gibt es nicht. Für nicht leitungsgebundene Energieträger - zum Beispiel Heizöl - wurden einzelne Gebiete in Röttenbach besichtigt und anhand von Bauplänen der ungefähre Heizölbedarf der Gebäude und der gesamten Straße ermittelt. Verrechnet mit dem Warmwasserbedarf ergab sich ein gesamter Wärmebedarf von ca. 49,7 Millionen Kilowattstunden thermisch pro Jahr. Um den Heizölbedarf der kommunalen und privaten Liegenschaften zu decken, bräuchte man 5,8 Millionen Liter pro Jahr.
Es wurden alternative Energieversorgungskonzepte ausgearbeitet und dabei vor allem vier Einheiten angenommen: Nahwärmeverbund eins mit Rathaus und zehn privaten Liegenschaften, Verbund zwei mit Volksschule und zehn privaten Liegenschaften, Verbund drei mit katholischem Pfarrheim und acht privaten Liegenschaften sowie die Mehrzweckhalle.
Alle sollten einverstanden sein
Für alle Einheiten erstellte das Institut unter anderem den Wärmebedarf und den möglichen Netzverlauf. Bezüglich des Rathauses stimmte der Ingenieur Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) zu, dass die Variante mit einem Hackgutkessel mit und ohne Förderung wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sei.
Für die Neubaugebiete in Röttenbach rechne sich ein Nahwärmeverbund nicht, da die Häuser ohnehin energieeffizient seien, meinte der Fachmann. Zeitlich gesehen wäre die Umsetzung neuer Konzepte laut Jancker kein Problem: "Es geht schnell, wenn alle einverstanden sind." Wie Wahl erklärte, will der Gemeinderat nun intern über die Studie diskutieren und überlegen, "ob man mit solchen Konzepten auf die Bürger zugeht oder nicht".
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