Eine Krone aus Ähren und Fleiß

02.09.2010   Von: Klaus Peter-Gäbelein  inFranken.de

Tradition Die Burgstaller pflegen eine enge Bindung an die evangelische Kirchengemeinde in Herzogenaurach. Nun galt es eine neue Erntekrone zu flechten.


Floristin Angelika Nussel und Renate Frühwald flechten den Kranz. Fotos: Roland Meister
Sie bilden eine verschworene Gemeinschaft: die Einwohner des Ortsteils Burgstall. Kirche im Grünen, Nikolaus Feier mit den Kindern aller Burgstaller Familien im Feuerwehrhaus, beliebte Kirchweih, auch wenn man kein Gotteshaus besitzt, all das sind Beispiele für eine gut funktionierende und harmonierende Dorfgemeinschaft.

Die Burgstaller, seit der Reformation im 16. Jahrhundert "lutherisch" und früher nach Obermichelbach "eingepfarrt" pflegen inzwischen eine enge Bindung an die evangelische Kirchengemeinde in der Aurachstadt. Und die Burgstaller engagierten sich schon beim Bau der ersten evangelischen Kirche vor 1934 und derzeit helfen sie zusammen, weil es gilt, eine neue Erntekrone für ihre Kirche in der von-Seckendorff-Straße zu binden. Die bisherige Krone, zwölf Jahre alt, hat den Kirchenumbau nicht über- und den Mäusen nicht widerstanden


Fleißige "Bienen"


In vielen Kirchengemeinden ist es Brauch, am Erntedanksonntag eine große geflochtene Ähren-Krone im Gotteshaus zu präsentieren. Seit zehn Tagen sind eifrige Hände im Burgstaller Feuerwehrhaus am Werk, um das gut einen Meter hohe Kunstwerk rechtzeitig bis zum 3. Oktober fertig zu stellen. Unter fachkundiger Anleitung der Floristin Angelika Nussel und der Fachkraft für das Binden, Renate Frühwald, sind rund ein Dutzend Frauen und eine Handvoll Männer seit über einer Woche tätig, um ein neues Kunstwerk zu schaffen. "Wichtig ist, dass die einzelnen Kränze immer von oben nach unten gebunden werden", so Angelika Nussel.


Viel Arbeit


Rund 130 Stunden waren die fleißigen Hände bisher am Werk, mindestens die doppelte Arbeitszeit wird noch einmal hinzu kommen, bis das Kunstwerk in die Kirche geliefert werden kann. Vier kräftige Männer sind dann notwendig, um die Ernte Krone, mehrere Zentner schwer, in den Gottesraum zu transportieren.

Auch wenn die Burgstaller Erntekrone zur Kirchweih am kommenden Wochenende noch nicht vollendet sein wird: die tüchtigen Helferinnen haben sich ihre "Kerwa-Kichli" oder den Kerwasbraten in der Nusselschen Scheune verdient.

Die ausführliche Geschichte lesen Sie in der C-Ausgabe des Fränkischen Tages.





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