Bauen, wie es gefällt?

08.09.2010   Von: Johanna Blum  inFranken.de

Informationsfahrt "Am Grünsee" in Adelsdorf sollen über 30 neue Bauplätze entstehen. Bürgermeister und Gemeinderäte sahen sich in anderen Neubaugebieten um.


Im Baugebiet Juliushof bei Rothensand: Architekt Helmut Popp (Mitte) erklärt. Foto: Johanna Blum
"Inspirationen einholen" - so nannte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) die große Erkundungsfahrt. "Wir wollen uns vor Ort gemeinsam Anregungen einholen, die uns helfen, das neue Baugebiet Am Grünsee optimal zu verwirklichen", so Fischkal.

Im Osten von Adelsdorf, zwischen Oesdorfer Straße und Thüringer Straße, sollen über 30 neue Wohnbauplätze von einer Grundfläche zwischen 400 und 600 m² entstehen.

Drei Stationen, die der Architekt Helmut Popp ausgesucht hatte, wurden angefahren: Rothensand, Bräuningshof und Rehdorf/Oberasbach. Alles gab es zu sehen: Häuser im Toskana-Stil, im fränkischen Stil, mit Flachdächern oder Walmdächern und mehr. Das Neubaugebiet in Rothensand fanden viele als "gewöhnungsbedürftig",da es recht bunt gemixt ist. "Lassen wir das zu?", meinte Fischkal nachdenklich. "Man baut nur einmal - und dann sollte man schon seine Wünsche verwirklichen können", hörte man jedoch von verschiedenen Seiten.

In Bräuningshof ging es vorbei an einem Holzhaus in amerikanischem Stil zum Neubaugebiet. "Sicher kann man nicht allen Wünschen gerecht werden. Wir werden uns aber anstrengen und das Bestmögliche herausholen", betonte der Bürgermeister immer wieder. Was geschieht nun in Adelsdorf "Am Grünsee"?


Freies Bauen soll erlaubt sein


Immer mehr kristallisierte es sich heraus, dass zwischen der bestehenden Bebauung am Ortsrand und den Neubauten ein Übergang gewahrt werden sollte: Die Angrenzung an Bestehendes sollte mehr im fränkischen Stil den vorhandenen Häusern angepasst werden und nach außen sollte freiere Bebauung erlaubt werden. Auch in Rehdorf/Oberasbach konnten sich die Räte noch viele Anregungen holen. Mit Helmut Popp wurden die Adelsdorfer Pläne erörtert. Architekt Thomas Kühnl beantwortete aufkommende Fragen zur Entwässerung, Gehsteigen, Begrünung und zur Wasserversorgung. Der Pflegeaufwand im neuen Baugebiet sollte aber so gering wie möglich sein.

Zum Schluss ging es an den Ausgangspunkt in Adelsdorf. Läuft alles nach Plan, erfolgt in der nächsten Gemeinderatsitzung am 22. September der Aufstellungsbeschluss, die Billigung und die Auslegung. Wahrscheinlich steht im Dezember die Satzung. Dann folgt die Erschließung und der Verkauf der Grundstücke. Wenn alles klappt, können die ersten Besitzer bereits Ende März mit dem Bauen beginnen - ob fränkisch oder italienisch.



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