Zu den Hunden, der Stempel wegen
09.02.2012
Ort: Neustadt ![]()
Schlittenhunde Horst-Hans Müller wirbt eifrig um neue Botschafter der Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa. Wer diesen Titel haben will, kann das Schlittenhunderennen in Neustadt am Rennsteig für einen Ausflug nutzen, findet Müller.
Rund 50 Kilometer sind es laut der Neustadt-Säule am Alexandrinenplatz bis Neustadt am Rennsteig. "Da weht ein Hauch von Alaska über den Rennsteig", macht Müller den Ausflug schmackhaft. Tatsächlich ist das Schlittenhunderennen auf dem Rennsteig mit sechs Etappen und einer Gesamtstrecke von 270 Kilometern das längste solche Rennen für reinrassige Hunde in Mitteleuropa. Etwa 70 Musher (das sind die Hundeführer) aus ganz Europa kommen mit an die 500 Hunden der Rassen Alaskan Malamute, Grönlandhund, Samojede und Sibirian Husky zu der Veranstaltung, die am Samstag um 16.30 Uhr in Neustadt eröffnet wird.
Die ersten Rennen starten von Sonntag bis Dienstag jeweils ab 11 Uhr. Nach einem Ruhetag wird das Lager nach Masserberg verlegt, wo die Veranstaltung am Samstag, 18. Februar schließlich mit der Siegerehrung um 17 Uhr endet. Wer sich entschließt, das Rennen zu besuchen, um bei dieser Gelegenheit einen Neustadt-Stempel in Neustadt am Rennsteig abzuholen, sollte seinen eigenen Hund lieber zu Hause lassen. Das Mitführen eigener Hunde ist bei den Veranstaltern nicht so gern gesehen. Schlittenhunde leben gewissermaßen in Rudeln und könnten mit fremden Hunden schnell Rangordnungskämpfe beginnen. Weitere Informationen zum Rennen gibt es im Internet unter www.trans-thuringia.de. Für Neustadt am Rennsteig ist so ein Großereignis beachtlich. Schließlich gehört der Ort im Ilmkreis mit knapp 1100 Einwohnern zu den kleineren Neustadts der Arbeitsgemeinschaft.
Ein Besuch lohnt sich auch, wenn nicht gerade 500 Schlittenhunde den Ort belagern. Es gibt ein Rennsteigmuseum und einen historischen Kohlenmeiler. Kurios ist, dass Neustadt einst ein geteilter Ort war. Mitten hindurch lief die Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Meiningen und dem Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen. Daher gab es zwei Kirchen, zwei Friedhöfe und zwei Schulen. hhm
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