Das bringt die Wirtschaft in Schwung

01.09.2010     inFranken.de

Besichtigungsfahrt Die Stadt Rödental investiert rund eine Million Euro, um das Hallenbad, die Franz-Goebel-Halle und die Kläranlage auf Vordermann zu bringen. Besonders die Energie-Bilanz soll dadurch besser ausfallen.


Die Sanierung der Kläranlage macht Fortschritte. Davon überzeugen sich (von links): Herbert Scheler, Gerhard Preß und Michael Eckardt an der Baustelle. Foto: Lothar Weidner
Rödental — Es soll auch ein Signal sein: "Die Stadt trägt derzeit durch zahlreiche Baumaßnahmen ihren Anteil zur Belebung der Konjunktur bei", sagte Bürgermeister Gerhard Preß, als er gemeinsam mit Bauhofleiter Herbert Scheler und Stadtwerkeleiter Michael Eckardt den Mitgliedern des Stadtrates die wichtigsten Projekte vorstellte.

Bei den laufenden Maßnahmen wendet die Stadt neben den staatlichen Förderungen rund eine Million an Eigenmitteln auf. Nicht mit eingerechnet ist da die Kläranlage, weil deren Finanzierung über Gebühren erfolgt. Als positiv wurde bei der Rundfahrt eingestuft, dass 80 Prozent der Aufträge an regionale Handwerker vergeben wurden.

Eine der größten Maßnahmen im Stadtgebiet ist die energetische Sanierung des Hallenbades. Dieses musste inzwischen für die Umbauarbeiten geschlossen werden und wird im Mai nächsten Jahres rundum erneuert wieder den Betrieb aufnehmen. Michael Eckardt freute sich über eine "dann wieder leistungsfähige, dem Sport dienende Stätte". Nach 30 Jahren sei die Sanierung von Grund auch dringend notwendig gewesen.

Im Rahmen der Maßnahmen wird der Eingangsbereich senioren- und behindertengerecht gestaltet, die Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht, die Außenfassade saniert, die Außenanlagen gestaltet und die Cafeteria auf Vordermann gebracht. "Es wird ein Vorzeigeobjekt im Ballungsraum Rödental werden", versicherte Preß. Seitens der Verwaltung rechne man damit, dass rund 50 000 Euro Energiekosten pro Jahr eingespart werden. Für die Neugestaltung ist keine Kreditaufnahme erforderlich, da erhebliche Zuschüsse gewährt wurden und ein Bausparvertrag zur Verfügung steht.Die Sanierung der Franz-Goebel-Halle geht derzeit bereits in die letzte Phase, so dass der Vollbetrieb ab 2. Oktober wieder möglich ist. Bei Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro flossen 1,3 Millionen Euro Zuwendungen. Dies machte die Sanierung des Daches, der Außenhaut, des Innenraumes und der Technik möglich. Neue Fenster wurden eingebaut und das Foyer neu gestaltet. Auch an der Sporthalle werden durch verbesserte Wärmedämmung künftig jährlich 30 000 Euro Energiekosten eingespart. Erfreut registrierte Preß, dass die Sanierung der Franz-Goebel-Halle eine der ersten großen oberfränkischen Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturpaketes gewesen war. "Auch die Mittel sind sehr schnell geflossen", so der Bürgermeister.

Die Sanierung der Kläranlage macht ebenfalls Fortschritte. Das Projekt steht unter dem Motto "Energie aus Abwasser". Ziel sei es, so Michael Eckardt, selbst so viel Energie zu erzeugen, dass die Anlage auf einen Bezug von fremdem Strom nicht mehr angewiesen ist.

Zudem soll das Modellprojekt "Regenerative Kläranlage" auch für die Verarbeitung von Klärschlamm anderer Kommunen im Rahmen einer regionalen Bewirtschaftung vorgesehen werden. Als Bausteine werden eingesetzt: eine Bucherpresse, solare Klärschlammtrocknung, eine Mikrogasturbine und eine Wärmepumpe, die vom Klärgas des Faulturmes gespeist wird. Zudem kann durch den Abriss der Altanlage mehr Retentionsraum für die Itz zur Verfügung gestellt werden.



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