Ministerbesuch im Bermuda-Dreieck
22.02.2012
Ort: Grub am Forst ![]()
Politischer Aschermittwoch Hohen Besuch hatte der CSU-Ortsverband Grub am Forst (Landkreis Coburg) beim seinem traditionellen Fischessen zum Aschermittwoch. Bundes-Innenminister Hans-Peter Friedrich machte auf seinem Weg von Passau nach Berlin Station im gut besetzten Gasthaus "Goldene Rose".

Voll auf Franken eingestellt (von links): Stefan Greiner-Petter, Hans-Peter Friedrich und Hans Michelbach.
Große Überraschungen im Themen-Repertoire konnte Friedrich bei seinem Besuch in der "Goldenen Rose" natürlich nicht landen. Der ehemalige CSU-Ortsvorsitzende Helfried Schreiner rechnete vor Friedrichs Rede mit drei Aspekten: "Geld, Griechenland und Innere Sicherheit." So kam es dann auch. Beim Geld schimpfte Friedrich auf den Länderfinanzausgleich. Dass Bayern da als Spitzenzahler mit 3,6 Milliarden Euro im Jahr nicht bestimmen dürfe, was mit dem Geld geschehe, war dem Innenminister - ganz auf CSU-Linie - ein Dorn im Auge: "Wir zahlen und der Herr Wowereit macht in Berlin weiter Party." Deshalb müsse die Bundesregierung wenigstens jetzt in den Verhandlungen mit Griechenland aufpassen, dass nicht wieder Geld ohne deutsche Einflussnahme versickere. Dafür gab es dicken Applaus im gut gefüllten, aber längst nicht übervollen "Rose-Saal".
Ein bisschen zurückhaltender reagierten die Besucher beim Lob von Friedrich für den designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck. Der Innenminister hielt es gut fränkisch: "Der bassd scho." Aber er sagte auch, warum: Gauck stehe für Freiheit, Verantwortung und Patriotismus. Dies seien auch die Werte, die die CSU verkörpere. Also: "Bassd scho."
Ganz ohne Berührungsangst vor dem politischen Kontrahenten hatte der CSU-Ortsvorsitzende Stefan Greiner-Petter auch den Grüber SPD-Bürgermeister Kurt Bernreuther eingeladen. Der hatte die Gelegenheit, dem Innenminister die brennendsten Probleme der Gemeinde zu schildern. "Autobahn, ICE und jetzt vielleicht auch noch die 380-kV-Leitung - wir leben im Bermuda-Dreieck", sagte Bernreuther, der die fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten für Grub schilderte.
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie im Coburger Tageblatt vom 22. Februar.
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