So wird's nix, Herr Hiksch!
24.07.2009
Ort: Importartikel Von: Werner Baier ![]()
Kommentar Der Bundestagskandidat der Linken im Wahlkreis Coburg-Kronach hat sich durch eine harsche Auseinandersetzung mit Hartz-IV-Empfängern in Szene gesetzt. Von einem angeblich linken Politiker erwartet man etwas Anderes.
Ein Linker wird hoffentlich sein Ziel nicht erreichen: der Coburger Wahlkreisbewerber Uwe Hiksch. Er hat sich durch den Missbrauch von vier Berliner Langzeitarbeitslosen für ein dubioses Personalkarussell in einem Naturfreundehaus des Allgäus so daneben benommen, als wäre er dem Kapitalismus des 19. Jahrhunderts verhaftet (Tageblatt vom 22. und 24. Juli). Aber Hiksch predigt Marx – und zwar so penetrant, dass er damit sogar den Linken zu links ist. Der Kreisverband Coburg distanziert sich und fordert Hiksch auf, seine Bewerbung um ein Bundestagsmandat zurückzuziehen. Linke aus der ganzen Republik blasen dem Marxisten im Internet (infranken.de) den Marsch, aber der Kandidat gönnt sich eine schöpferische Pause. Herzlich gerne! Es interessiert uns nicht mehr, was er als Ausfluss zu vermelden hat, wenn er vielleicht ein paar Tage vor der Bundestagswahl doch noch in Erscheinung treten sollte.
Das Coburger Tageblatt stellt ihm keine Bühne zur Verfügung, weder bei den geplanten Kandidaten-Prüfsteinen in der Zeitung, noch bei einer Talkrunde der Erststimmenbewerber am 16. September in der Sparkasse Coburg-Lichtenfels.
Ein Kandidat, der sich mit Freund und Feind vorzugsweise per Strafanzeige und Abmahnung auseinander setzt, ist für den Schlagabtausch in unserer Demokratie ohnehin untauglich. Herr Hiksch, wir machen von dem Grundrecht der Pressefreiheit Gebrauch und blenden Sie aus! Basta!
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