Hans Michelbach zum Dritten!

27.09.2009   Ort: Importartikel     inFranken.de

Wahlkreisergebnis CSU-Kandidat Hans Michelbach hat zum dritten Mal das Direktmandat im Wahlkreis Coburg-Kronach gewonnen. Federn lassen musste er ebenso wie die CSU, die bei der Bundestagswahl 2009 nur auf 42,98 Prozent kam.


Jubel bei der CSU: Der Landtagsabgeordnete Jürgen W. Heike (links) und der Coburger CSU-Chef Christian Meyer (2. v. rechts) lassen den alten und neuen Wahlkreisabgeordneten Hans Michelbach hoch leben. Ganz rechts der Büromitarbeiter von Michelbach, René Boldt. Foto Oliver Schmidt
Hans Michelbach setzte sich souverän durch, aber diesmal weniger glanzvoll als bei der Wahl vor vier Jahren durch. Damals erreichte er 52 Prozent, gestern 48,37. Die CSU erhielt im Wahlkreis am Sonntag 42,98 Prozent nach 45,45 Prozent in 2005.
Im Wahlkreis spiegelt sich der Bundestrend: Ganz gezielt wurde für die FDP gestimmt, um den politischen Wechsel in der Bundesregierung herbeizuführen – eine schwarz/ gelbe Koalition. Da nimmt es nicht wunder, dass bei der Coburger FDP die Laune so gut war wie selten zuvor: Regierungsmitverantwortung winkt den Liberalen, obzwar wohl ohne den FDP-Kandidaten aus Coburg. Wenn die FDP im Land so bei 17 Prozent landet, hatte Dr. Ulrich Herbert ausgerechnet, könnte es für ihn ’was werden mit Berlin. Bei etwa 15 Prozent blieb der Zeiger für die FDP in Bayern stehen. Da platzt wohl der Traum. Herbert erreichte 7,72 Prozent, die FDP kam im Wahlkreis auf 11,69 Prozent, immerhin dritter Platz!

Lange Gesichter bei der SPD

Klarer Verlierer ist zweite große Partei im Wahlkreis: Der SPD-Anteil schrumpfte auf 23,45 Prozent. Da wurden die Gesichter um Dr. Carl-Christian Dressel lang und länger, sogar Tränen der Trauer kullerten. Noch vor vier Jahren hatten die Genossen bei der Bundestagswahl etwa ein Drittel der Wähler in Coburg und Kronach auf ihrer Seite. Dr. Carl-Christian Dressel wird bei einem Anteil von knapp 17 Prozent, den die bayerische SPD errungen hat, auf seinem 19. Listenplatz sitzen bleiben. Wenn in Bayern die Faustregel gilt: so viel Prozent, so viele Mandate, wird sich Dressel (25,33 Prozent) wohl im Staatsdienst wiederfinden. Bis 2005 war er Hochschullehrer in Hof.

Hiksch verspielte Chance

Der Kandidat der Linken hat mit seinem Verzicht auf einen Platz auf der Landesliste vermutlich einen kapitalen Fehler gemacht. Uwe Hiksch hätte Platz 6 bekommen können, wollte aber auf Rang 1, wo der bayerische Spitzenkandidat quasi gesetzt war. Hiksch verzichtete auf den Listenplatz und geht nun leer aus, denn das Direktmandat konnte er absolut nicht gewinnen. Die Linke vereinigte 7,08 Prozent auf sich.


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