Investition in die Wettbewerbsfähigkeit
06.09.2010
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Freisprechung Zum ersten Mal richtete die neu formierte Kreishandwerkerschaft Coburg am Wochenende eine zentrale Feier aus. Der Präsident der Handwerkskammer Oberfranken, Thomas Zimmer, lobte die hohe Ausbildungsbereitschaft der fränkischen Betriebe.

Die besten Absolventen der Gesellenprüfung wurden von den jeweiligen Innungen ausgezeichnet. Fotos: Carsten Höllein
Zahl der Lehrverträge steigt
Der HWK-Präsident wies auf die Ausbildungsbereitschaft der oberfränkischen Handwerksbetriebe hin: Trotz Wirtschaftskrise und zurückgehender Bewerberzahl seien im vergangenen Jahr 2800 Lehrverträge im Kammerbezirk gemeldet worden. Zurzeit liege die Zahl der Neuabschlüsse sechs Prozent über der des Vorjahres. Das Handwerk stelle sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung. "Wir haben Unternehmer, die nicht um jeden Preis möglichst viel Geld verdienen wollen." Berufsethos und ehrenamtliches Engagement stünden in keinem anderen Wirtschaftszweig so stark im Vordergrund wie im Handwerk. "Sie gehören jetzt auch zur Wirtschaftsmacht von nebenan", sagte Zimmer zu den Freigesprochenen. Deutschland benötige nicht nur Akademiker, sondern auch Handwerker. Er wies auf die internationale Konkurrenzfähigkeit des deutschen Handwerks hin. Auch biete der Berufsstand viele Möglichkeiten des Fortkommens, zum Beispiel die Chance für Meister, ein fachgebundenes Hochschulstudium zu absolvieren. "Berufliche Bildung ist keine Sackgasse."Kreishandwerksmeister Knut von Berg freute sich, dass die Junggesellen mit der erfolgreichen Abschlussprüfung die Grundlage geschaffen hätten, ihren künftigen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Er riet ihnen aber, sich nicht zu lange auf den Lorbeeren auszuruhen. "Der Handwerkerberuf verlangt eine ständige Weiterbildung", so von Berg. Dabei erinnerte er an die Bedeutung der Freisprechung: "In erster Linie bedeutet es das Freiwerden von den vielen Bindungen in der Ausbildungszeit."In seinem Grußwort bezeichnete Landrat Michael Busch die Ausbildung als "unverzichtbare Investition" in die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks. Auch der Landkreis nehme diese Aufgabe gerne wahr.Coburgs Zweiter Bürgermeister Norbert Tessmer betonte ebenfalls die Bedeutung der Fort- und Weiterbildung: "Der Begriff ‚Ausgelernt‘ gehört ins Museum."Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, Siegfried Wölki, erkannte die gleiche Philosophie bei Sparkassen und Handwerk: "Der Bürger steht bei uns beiden im Mittelpunkt."Die einzelnen Innungen zeichneten schließlich die besten Absolventen der Gesellenprüfung gesondert aus: Linda Backer, Jennifer Gehrlicher, Ina Horn, Svenja Latzel, Natalie Seiler (alle Friseure), Tobias Bärmann (Schreiner), Tobias Schreiner (Fleischer), Stephanie Schlegel (Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk), Benny Hess (Bäcker), Linda Klanter (Bäckereifachverkäuferin), Martin Kunzelmann (Konstruktionstechniker) und Eduard Heckel (Maurer). Die Absolventen
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