HSC bastelt an erfolgreicher Zukunft
06.01.2012
Ort: Coburg Von: Christoph Böger ![]()
Handball Der Coburger Drittligist hat sich für 2012 viel vorgenommen und will nichts dem Zufall überlassen. Die Vorbereitungsphase beginnt mit dem Vergleich gegen den tschechischen Vizemeister LK Lovosice und der Partie gegen die Zweitliga-Spitzenmannschaft des HC Erlangen.

Kein Bild mit Symbolcharakter: Kreisläufer Dominik Kelm gehört zu den konstantesten Leistungsträgern des HSC 2000 Coburg, mit dem es 2012 weiter aufwärts gehen soll.
Die HSCler wollen 2012 nichts dem Zufall überlassen und haben sich sowohl sportlich, als auch organisatorisch viel vorgenommen. Derzeit wird fieberhaft hinter den Kulissen an der Zukunft gearbeitet.
Während Trainer Hrovje Horvat seine Spieler für das Restprogramm in der 3. Bundesliga Ost fit macht, bastelt das Vorstandstrio Stefan Apfel, Jürgen Heeb und Michael Häfner gemeinsam mit HSC-GmbH- Prokuristen Jochen Knauer bereits an einer schlagkräftigen Mannschaft für die Spielzeit 2012/2013. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass der Verein nach der laufenden "Konsolidierungssaison" den nächsten Schritt im langfristig ausgelegten Konzept bestreiten, sprich wieder um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mitmischen will. Deutscher Spitzen-Handball in der schmucken HUK-Arena ist und bleibt das ehrgeizige Ziel.
Mit welchem Personal in der nächsten Saison angegriffen wird, ist noch unklar. Fest steht, dass viele Spieler einen laufenden Zwei-Jahresvertrag beim HSC haben und deshalb kein großer Umbruch anstehen dürfte.
Auch die beiden vor der Serie verpflichteten Rückraum-Kanoniere Dejan Dobardzijev und Mirza Cehajic, die sich im Laufe der Vorrunde nach verständlichen Anlaufproblemen gesteigert haben und zu absoluten Leistungsträgern gereift sind, wurden längerfristig an den Klub gebunden.
Für viele Fans war allerdings Publikumsliebling Dominik Kelm der wichtigste Spieler der zurückliegenden Vorrunde. Klar, dass die HSC-Verantwortlichen alles daransetzen werden, um den stets kämpferisch überzeugende Kreisläufer in Coburg zu halten.
Insider rechnen damit, dass die "Gelb-Schwarzen" maximal drei neue Spieler für ihren ohnehin gut bestückten Spielerkader verpflichten werden. Schließlich soll an dem zu Saisonbeginn eingeschlagenen Weg, möglichst viele sogenannte Eigengewächse in der 1. Mannschaft zu integrieren, unbedingt festgehalten werden. Von Youngstern wie Daniel Metz, Kenny Schramm, Mike Weißbrodt oder Ferdinand Wagner wird in Zukunft noch einiges erwartet.
Spannend könnte sich die Trainerfrage beim HSC 2000 Coburg entwickeln. Mit Coach Hrovje Horvat wurde zu Beginn der Saison ein Ein-Jahres-Vertrag mit beidseitiger Option auf eine weitere Spielzeit geschlossen. Wird der Kontrakt also bis zu einem vereinbarten Termin (Beispiel: 31. März 2012) nicht von einer Seite gekündigt, verlängert sich die Zusammenarbeit automatisch um ein weiteres Jahr. Diese Variante scheint derzeit auch am wahrscheinlichsten, schließlich ist es dem bei den Spielern und Fans gleichermaßen beliebten Kroaten erneut eindrucksvoll gelungen, eine intakte Einheit zu formen. Nach dem Fehlstart mit vier verlorenen Spielen in Serie, gab sein Team nur noch drei Zähler ab.
Im Klartext bedeutet die Vereinbarung mit Horvat aber auch, dass der HSC derzeit "mit einem Auge" gelassen den Trainermarkt sondieren kann, um gegebenenfalls Ausschau nach einem Nachfolger für den im Mai 66 Jahre alt werdenden Übungsleiter zu halten.
Testspiele am 13. und 17. Januar
Zurück zu den vereinbarten Testspielen: Mit dem amtierenden tschechischen Vizemeister aus Lovosice gastiert ein "alter Bekannter" am Freitag, 13. Januar in Coburg: Vladimir Suma. Der ehemalige Rückraumspieler des HSC freut sich bereits auf ein Wiedersehen mit dem HSC und vor allem auf die neue Halle. Anwurf ist um 19.15 Uhr.
Und nur vier Tage später, am Dienstag, 17. Januar, um 20 Uhr, messen sich die Coburger mit dem fränkischen Nachbarn HC Erlangen. Im Team des aktuell Vierten der 2. Bundesliga steht mit Torwart Rene Selke ebenfalls ein ehemaliger HSCler. Für beide Spiele gilt ein Ticketpreis von jeweils fünf Euro bei freier Platzwahl in der HUK-Coburg-Arena.
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