Der Diebstahl trifft Quentin hart
11.11.2011
Ort: Coburg Von: Helke Renner ![]()
Zerstörungswut Dem 13-Jährigen wurde der Rollstuhl gestohlen, demoliert und weggeworfen. Ein Mann aus Feucht möchte der Familie helfen und die Polizei unterstützen.

Am Montagnachmittag wurde Quentin - wie immer - von einem Mitarbeiter des ASB nach Hause gebracht. Dort empfing ihn sein Vater. Eine Stunde später kam die Mutter von einer Fortbildungsveranstaltung nach Hause. "Es war schon dunkel und ich habe den Rollstuhl zum Carport hinter dem Haus gebracht. Eigentlich ist er dort nicht zu sehen", erzählt Claudia Zimmer-Trier. Die Täter müssen auf dem Grundstück herumgelaufen sein - davon ist sie überzeugt. Als sie am Dienstagmorgen um 8 Uhr den Rollstuhl holen wollte, weil sie mit Quentin zum Blutnehmen fahren musste, war er verschwunden.
"Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, weil der ASB ihn manchmal schon mitgenommen hat, wenn der Bus hier vorbeigekommen ist." Selbst nachdem sie Quentin in die Schule gebracht hatte und der Rolli auch dort nicht stand, war Claudia Zimmer-Trier noch nicht beunruhigt. Erst als der Junge abends ohne ihn nach Hause kam, wurden die Eltern nervös. "Wir haben unser ganzes Grundstück abgesucht und bei den Nachbarn gefragt." Als alle Sucherei erfolglos blieb, erstatteten die Eltern Anzeige.
Spezialfahrzeug für Quentin
Die Polizei hatte den Rollstuhl schon bei einem Parkplatz in der Sonneberger Straße, zwei Kilometer vom Haus der Familie entfernt, gefunden. Ein Passant hatte ihn dort entdeckt. "Ich habe angefangen zu weinen, als ich den kaputten Stuhl gesehen habe."
Das Gefährt hatte einen Neuwert von 4500 Euro, denn es ist eine Spezialanfertigung für Quentin. Den Zeitwert schätzt Claudia Zimmer-Trier auf rund 2000 Euro. "Unsere Hausratversicherung hat uns schon mitgeteilt, dass wir nichts bekommen, weil wir den Rollstuhl nicht angekettet und draußen stehen gelassen haben. Ob die Krankenkasse etwas zahlt, wissen wir nicht."
Der Junge aber braucht seinen Rolli aber dringend. Im Alter von acht Wochen war er an Meningoenzephalitis, einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, erkrankt. Seitdem ist er behindert und leidet an einer rechtsseitig betonten Spastik. Im Frühjahr war er operiert worden, "damit nicht mehr nur seine linke Seite weiter wächst, sondern auch seine rechte". Quentin konnte - dank zahlreicher Therapien - vor der Operation kurze Strecken allein laufen, jetzt braucht er Hilfe dazu. Das werde sich wieder geben, ist die Mutter überzeugt.
Aber im Moment ist ihr Sohn mehr als sonst gehandicapt. Und: "Er wird sein ganzes Leben auf den Rollstuhl angewiesen sein."
Peter Weber aus Feucht hatte im Bayerischen Rundfunk vom demolierten Rollstuhl gehört. Er ist wütend. "Das ist kein Lausbubenstreich mehr. Da geht mir die Hutschnur hoch", schimpft er. Der Unternehmer möchte helfen. Deshalb setzt er eine Belohnung von 1000 für die Ergreifung der Täter aus. Auch der Familie möchte er finanziell unter die Arme greifen, wenn sie jetzt ein neues Gefährt anschaffen muss. "Mich verbindet viel mit der Region Coburg, ich habe gute Kontakte und schon immer anderen Menschen geholfen", begründet Peter Weber seine spontane Reaktion auf die Radiomeldung.
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Kommentare
Diebstahl
Das war kein Lausbubenstreich mehr.
Die das gemacht haben sollen bezahlen und sich entschuldigen.
Wenn man Ihnen...
..mit einer Spende helfen kann, würde ich es gerne! Gibt es ein Spendenkonto?
...
...dem würde ich mich anschließen!
gerechte Strafe
kann mich nur den bisherigen Kommentaren anschließen.
Für mich ist sowas nicht zu verstehen....wer, warum sowas macht und vorallem darauf kommt.
EGAL WER ODER WIE ALT---gerecht ist nur eine RICHTIG HARTE STRAFE....
Aber in erster Linie muss geholfen werden Quentin wieder mobil zu machen!
Respekt an Peter Weber!!!
Ich hoffe nur es wird alles gut und bitte findet diese Leute, bevor ich Sie finde!!!
Dito
Sollten Sie diese "Spaßvögel" finden, bitte hie posten. Ich werde mich an deren Heilung beteiligen.
Das ist wirklich ne riesen Schweinerei,
aber auch das Verhalten der Versicherungen kann ich hier nicht nachvollziehen; ich möchte nicht wissen, wieviele Beiträge die Eltern des Jungen schon geleistet haben und nun, da echter Handlungsbedarf besteht, wird sich auf die Statuten des Versicherungsvertrages berufen, statt schnell und unkompliziert zu helfen. Hier sieht man mal wieder, welchen Stellenwert man der Werbung einräumen sollte; hier klaffen Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinander. Die hirnlosen Täter, sollten im Falle ihrer Ermittlung dazu verdonnert werden, nicht nur den Schaden zu ersetzen, sondern sich vielleicht einmal für ein halbes Jahr um den Jungen kümmern müssen.
rollstuhl
es ist doch eine sauerrei das man eine junge sein einziges bewegungsmittel stiehl hier wäre doch eine versicherung ohne wenn und aber bereit diesen schaden zu bezahlen es tut mir unendlich leid für den jungen es gibt doch so viel was man machen kann aber keiner tut es hoffentlich werden die täter erwischt sie müssten ein jahr den junge zur jeden ort bringen damit sie begreifen was es heißt behindert zu sein
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