Biedefeld wird Besetzerin

18.11.2009   Ort: Importartikel  Von: Simone Bastian  inFranken.de

Studentenprotest Die SPD-Landtagsabgeordnete darf im Hörsaal der Coburger Hochschule übernachten. Darüber wurde aber gleich zwei Mal abgestimmt.


Sie darf rein: In einer Plenumsdiskussion am Mittwochabend beschlossen die protestierenden Studenten, dass die Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld sie auch direkt an der Coburger Hochschule unterstützen darf. Foto: Simone Bastian
Darf die Landtagsabgeordnete im Hörsaal übernachten und damit ihre Solidarität mit den protestierenden Studenten beweisen? Oder soll „nur“ Susann Biedefeld zu dem besetzten Hörsaal Zutritt haben, ohne Amt, um die (partei-) politische Neutralität des Protests nicht zu untergraben? Darüber waren die Meinungen bereits am Dienstag geteilt, nachdem die SPD-Politikerin angekündigt hatte, mit Schlafsack in der Hochschule erscheinen zu wollen.
Die Abstimmung am Dienstag ergab zunächst, dass Susann Biedefeld als Person, nicht aber als Landtagsabgeordnete willkommen sei, berichtete Markus Eckel, einer der Sprecher der protestierenden Studenten, am Mittwochnachmittag. Deshalb stellte sich Biedefeld am Mittwochabend direkt der Diskussion mit den Studenten. Diesmal war die Mehrheit dafür, dass die Landtagsabgeordnete den Protest auch dadurch unterstützt, dass sie eine Nacht im Hörsaal verbringt. Von Donnerstagabend bis Freitagmorgen wird sie mit einigen Studenten den Saal 5.1 in der Friedrich-Streib-Straße 2 besetzt halten.
Bedingungen oder Forderungen hätten die Studenten der Landtagsabgeordneten nicht gestellt, sagte Markus Eckel. „Es ist schön, dass wir sie zu Gast haben, und wir freuen uns, dass sie solidarisch mit uns ist.“ Die Kritik habe vor allem darauf beruht, dass die SPD in einigen Bundesländern an der Regierung sei und als frührere Bundesregierungspartei die derzeitige Situation mit zu verantworten habe. „Aber Susann Biedefeld ist nicht die gesamte SPD“, betonte Eckel.
Sie finde die demokratische Vorgehensweise gut, sagte die Landtagsabgeordnete dem Tageblatt. Auf keinem Fall wolle sie dem Protest schaden. „Wenn es die Studenten für besser gehalten hätten, dass ich nicht dabei bin, wäre ich weg geblieben.“

Mehr dazu lesen Sie im Coburger Tageblatt


Drucken Artikel Versenden Abo bestellen
Stichworte zum Thema Demonstration | Studium | Hochschule | Politik | SPD
 

Weitere Artikel zum Thema suchen



Alternative Suche im Zeitungsarchiv
Hinweis: für Epaper-Abonnenten kostenlos


Kommentare

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Kundennummer:
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
Zusatz (z.B. Firma):
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:  *
Ich bin mit den AGB und der Netiquette einverstanden.:  *


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviele Tage hat ein Jahr?: 




Nachrichten aus Ihrer Umgebung
Bad Kissingen Schweinfurt Kitzingen Haßberge Bamberg Erlangen-Höchstadt Forchheim Bayreuth Kulmbach Lichtenfels Coburg Kronach
Aktuelle Angebote
Soziale Netzwerke + Services inFranken.de
E-Paper + Zeitungsarchiv
Die Zeitungsausgaben der letzten zwei Wochen stehen Ihnen mit dem Online-Abo jederzeit, weltweit online zur Verfügung.
Zum E-Paper

Sie suchen einen älteren Zeitungsartikel?
Zum Zeitungsarchiv