Coburg freut sich auf Könige aus Schweden
18.05.2009
Ort: Importartikel Von: Oliver Schmidt ![]()
Prinzenhochzeit Am Donnerstag beginnen in der Vestestadt die dreitägigen Feiern. Die Gästeliste bleibt geheim, aber sowohl aus Schweden und Bulgarien wird hoher Besuch erwartet.
Die Gästeliste wird nach wie vor geheim gehalten – weil die Herzogliche Hauptverwaltung möglichst gar keinen all zu großen Trubel will. Doch die Anzeichen, dass sich die Schaulustigen allen voran über das schwedische Königspaar Carl XVI. Gustaf und Silvia freuen dürfen, haben sich längst verdichtet. Carl Gustaf ist ein Cousin von Prinz Andreas, dem Vater des Bräutigams, und beide Familien pflegen seit vielen Jahren eine herzliche Freundschaft.
Wo schlafen die Könige?
Mit einem Zimmer in Coburgs Romantik-Hotel „Goldene Traube“, wo Carl Gustaf und Silvia in den vergangenen Jahren schon einige Male genächtigt haben, wird es diesmal allerdings nichts: Auf Grund eines großen Ärztekongresses ist das Hotel seit langem ausgebucht. Die Hochzeitsplaner im Herzogshaus mussten deshalb einige logistische Klimmzüge vollbringen. Letztlich werden jetzt nur die engsten Angehörigen des Brautpaares in Coburg schlafen; ansonsten gibt es einen Shuttle-Service zum Hotel Residenzschloss in Bamberg und zum Hotel am Kurpark in Bad Staffelstein. Aus gut unterrichteten Kreisen ist zu hören, dass auch Carl Gustaf und Silvia auf der Liste des Residenzschlosses stehen. Offiziell bestätigen wollte dies gestern niemand – dementieren allerdings auch nicht. Bei den Spekulationen um weitere hochrangige Hochzeitsgäste fällt immer wieder der Name Gloria von Thurn und Taxis. Außerdem gilt es als wahrscheinlich, dass Simeon Sakskoburggotski nach Coburg kommt. Er war der letzte bulgarische König; weil er den Thron bereits im zarten Alter von sechs Jahren besteigen musste, als sein Vater Boris III. überraschend gestorben war, führte er aber nie selbst die Regierungsgeschäfte. Nach 50 Jahren im Exil schaffte er es aber sozusagen auch auf demokratischem Weg ganz nach oben: Von 2001 bis 2005 war er bulgarischer Ministerpräsident. Seine Verbundenheit zur Stadt Coburg und dessen Herzogshaus geht weiter über das Tragen des historischen Nachnamens hinaus. In Anerkennung seiner Verdienste um die Völkerverständigung ernannte ihn die Stadt Coburg 2005 zum Ehrenbürger.
Definitiv nicht kommen wird zur Prinzenhochzeit ein Vertreter des englischen Königshauses. Und auch Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg musste absagen; Grund ist die Wahl des Bundespräsidenten, die am selben Tag stattfindet wie die kirchliche Trauung.
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