Coburg? Brose setzt auf Bamberg

06.02.2012   Ort: Coburg/Bamberg  Von: Oliver Schmidt  Coburger Tageblatt

Investition Der Automobilzulieferer plant ein neues Verwaltungsgebäude für rund 500 Arbeitsplätze. Bei der Wahl des Standorts hatte Coburg als Unternehmensstammsitz das Nachsehen.


Der letzte große Neubau, der von Brose in Coburg errichtet wurde, befindet sich ausgerechnet in der Von-Schultes-Straße - deren Umbenennung in "Max-Brose-Straße" wurde 2004 vom Stadtrat abgelehnt. Das Verhältnis zwischen Coburgs zweitgrößtem Arbeitgeber und der Stadtspitze gilt seitdem als schwierig. Foto: CT-Archiv
Die Firma Brose verfügt in Franken über drei Standorte: Coburg, Hallstadt und Würzburg. Wenn es nach den Gesellschaftern des Automobilzulieferers geht, soll die Unternehmensentwicklung in der Region künftig aber auf nur zwei Standorte konzentriert werden - und dabei wird ausgerechnet der Stammsitz Coburg das Nachsehen haben.

"Eine Analyse zu den Zukunftsaussichten unserer fränkischen Standorte hat eindeutig ergeben, dass Bamberg und Würzburg den Anforderungen eines wachsenden und international tätigen Unternehmens am besten erfüllen", heißt es in einer Mitteilung von Brose. Kriterien dieser Analyse waren die Bevölkerungsentwicklung, die Verkehrsanbindung, die Bildungseinrichtungen und die Attraktivität für die Mitarbeiter.

Das angespannte Verhältnis zwischen der Coburger Stadtspitze und dem Vorsitzenden der Brose-Gesellschafterversammlung, Michael Stoschek, ist zwar ein offenes Geheimnis. Doch nun scheint sich daraus erstmals ein echter Nachteil für die Vestestadt zu ergeben. Denn Brose will weiter wachsen und plant laut Auskunft von Jürgen Otto, dem Vorsitzenden der Brose-Geschäftsführung, den Neubau eines Verwaltungsgebäudes. Dieses soll Raum für etwa 500 Arbeitsplätze bieten - und es soll als Folge aus der jüngsten Standort-Anlayse "im Bamberger Raum" errichtet werden. Konkrete Angaben zum Ort wollte oder konnte Brose am Montag noch nicht machen. Fest stehe bislang nur, wie die Unternehmenskommunikation erklärte, dass der Neubau "in den kommenden zwei Jahren" erfolgen soll.

Außerdem wurde der Hintergrund des Vergleichs von Bamberg, Würzburg und Coburg erläutert: "Mit der strategischen Standortentscheidung wollen wir unsere Erfolgschancen am Markt und unsere Attraktivität für hoch qualifizierte Mitarbeiter sichern und damit die Voraussetzung schaffen für weiteres profitables Wachstum."

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag im Coburger Tageblatt und im Fränkischen Tag.


Drucken Artikel Versenden Abo bestellen
 

Weitere Artikel zum Thema suchen



Alternative Suche im Zeitungsarchiv
Hinweis: für Epaper-Abonnenten kostenlos


Kommentare

 
8  Kommentare  
Sortierung: 
 

hbaez - 07.02.2012 07:50    (0)   
 

Brose nach Rödental mit Anschluss an die A73
Wir in Rödental haben bestimmt einen Platz für so ein erstklassiges Unternehmen wie Brose. Unsere Stadtführung ist absolut interessiert den Unternehmen Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu geben.

mammut - 06.02.2012 23:43    (0)   
 

war doch längst überfällig
Das war doch längst überfällig, das Brose mal bei einer größeren Unternehmensentscheidung die Stadt Coburg für ihre unternehmerfreundlichen Entscheidungen belohnt.
Aber so wie man die Stadtspitze in Coburg kennt, wird Ihnen wenn es so kommen sollte, das der Standort Coburg für Brose in Zukunft nur noch als Showroom dient, auch egal sein.

Melvin - 06.02.2012 23:59    (0)   
 

Tatsache ist doch, dass Brose
in Coburg aus allen Nähten platzt und rund um den bisherigen Standort kaum Platz zum Wachsen hat.
Und dass es nicht eben einfach ist, Fachleute in die oberfränkische Provinz zu ziehen, da kann die Stadtverwaltung auch nix für.

Karl_Kraus - 07.02.2012 01:07    (0)   
 

Und 35 Kilometer ...
... was ist das?

Melvin - 07.02.2012 07:46    (0)   
 

über die Autobahn?
Eine Stunde Pendeln am Tag.

Roth - 07.02.2012 09:56    (0)   
 

tatsächlich sind viele Arbeitnehmer ...
... verwöhnt und wollen zweimal umfallen und schon am Arbeitsplatz sein. Es pendeln Millionen Deutsche eine und mehr Stunden am Tag zur Arbeit.

Karl_Kraus - 07.02.2012 09:51    (0)   
 

Na und?
Eine Stunde Pendeln am Tag ist in Balungsgebieten nichts Ungewöhnliches ...

Dr_Pflichtfeld - 07.02.2012 01:09    (0)   
 

Eben:
Sind wir ncht alle Metropolregion Nürnberg?

PS: Warum dann ein Flughafen Neida?

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Kundennummer:
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
Zusatz (z.B. Firma):
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:  *
Ich bin mit den AGB einverstanden.:  *


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Das Ergebnis von (2 + 4) * 3 lautet?: 




Nachrichten aus Ihrer Umgebung
Bad Kissingen Schweinfurt Kitzingen Haßberge Bamberg Erlangen-Höchstadt Forchheim Bayreuth Kulmbach Lichtenfels Coburg Kronach
Aktuelle Angebote
Soziale Netzwerke + Services inFranken.de
E-Paper + Zeitungsarchiv
Die Zeitungsausgaben der letzten zwei Wochen stehen Ihnen mit dem Online-Abo jederzeit, weltweit online zur Verfügung.
Zum E-Paper

Sie suchen einen älteren Zeitungsartikel?
Zum Zeitungsarchiv