"Werdet wieder ungemütlich!"

17.11.2009   Ort: Importartikel     inFranken.de

Studentenprotest 200 Studenten der Coburger Hochschule demonstrierten am Dienstagnachmittag auf dem Schlossplatz gegen Studiengebühren und für bessere Bedingungen im Studium. MdL Susann Biedefeld (SPD) will persönlich an der Besetzung des Hörsaales teilnehmen.


Auf dem Coburger Schlossplatz versammelten sich am Dienstagnachmittag rund 200 Studenten zu einer Kundgebung. Fotos: Hagen Lehmann
„Der Hörsaal ist zurecht besetzt“, rief die SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld den Studenten bei der Kundgebung zu. Unter lautem Beifall kündigte sie an, am Mittwochabend mit ihrem Schlafsack persönlich in den Raum 5.1 einzuziehen, den die Studenten der Hochschule seit gut einer Woche besetzt halten, und den Protest so zu unterstützen. Sie forderte unter anderem die Abschaffung der Studiengebühren, die Flexibilisierung der Bachelor- und Master-Studiengänge sowie die Verbesserung des Raumangebots an der Hochschule.
Appell an die Verantwortung

Zu der Kundgebung mit „Vorlesung“ hatte die Studierendenvertretung der Hochschule eingeladen. Die „Vorlesung“ hielt Dozent Jürgen Werobèl-La Rochelle. Er sprach den Studenten zum einen seine Sympathie und seine Solidarität aus, zum anderen appellierte er aber auch an ihr Verantwortungsgefühl. „Wir brauchen wie in den 68ern den Ruf nach einer Reform des Bildungswesens“, forderte Werobèl-La Rochelle – jedoch nicht nur in materieller, sondern auch in inhaltlicher Hinsicht. Und die Studenten sollten auch an ihre Alterskollegen etwa im Iran, in China oder Simbabwe denken, wo es niemand wagen würde, auf die Straße zu gehen, um für bessere Studienbedingungen zu demonstrieren.
Mit Biedelfeld durch die Innenstadt

Im Anschluss an die gut einstündige Kundgebung lud Susann Biedefeld die Studenten spontan zu einem Protestmarsch durch die Coburger Innenstadt ein. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“, skandierten die Studenten bei ihrem Marsch über den Marktplatz und weiter durch die Ketschengasse zum Anger, wo sich die Kundgebung auflöste.

Mehr dazu lesen Sie im Coburger Tageblatt



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