Ahorn klagt gegen Mastanlage
07.02.2012
Ort: Wohlbach ![]()
Genehmigt Coburgs Landratsamt befürchtet beim Projekt von Thomas Ritz "keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt". Nun wird der Streit mit der Gemeinde Ahorn vor Gericht entschieden.

Der Streit geht weiter: Nach der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für den Bau der Hähnchenmastanlage in Wohlbach hat der Ahorner Bürgermeister angekündigt, gegen den Bescheid zu klagen. Foto: Oliver Schmidt
Im Bescheid heiß es wörtlich: "Die Prüfung hat ergeben, dass durch das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten sind und somit auf die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet werden kann." Die Entscheidung bedeutet aber noch lange nicht, dass die Anlage gebaut wird. Denn Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) zögerte auf Tageblatt-Nachfrage gar nicht lange: "Wir werden vor dem Verwaltungsgericht dagegen klagen. Auf jeden Fall!"
Die schier unendliche Geschichte um den Bau der Hühnermastanlage wird also weitergehen. Und das wohl noch eine geraume Weile, wie Martin Finzel vermutet. Er rechne nicht damit, dass sich heuer in Wohlbach groß etwas tue. Die nächste Frist ist nun der Dienstag, 27. März. Bis dahin müssen beim Verwaltungsgericht in Bayreuth Klagen gegen die immisionsschutzrechtliche Genehmigung eingehen. Und das wird auch der Fall sein, kündigte der Bürgermeister an: "Wenn es sein muss, gehen wir durch alle Instanzen."
Wobei Finzel einen persönlichen Punkt im kommenden Rechtsstreit gleich klarstellt. Wenn es bei der Hühnermast in Wohlbach um klassische "bäuerliche Landwirtschaft" gehen würde, hätte er kein Problem. Dies habe man zuletzt auch erst bei der Zustimmung für einen Schweinestall unweit von Wohlbach gezeigt. Aber das, was Thomas Ritz da plane, sei aus dem "industriellen Bereich". Und dieser beeinträchtige in Wohlbach erheblich das kommunale Vermögen, insbesondere was die Anbindung der Hähnchenmastanlage über den "Bayerischen Berg" betrifft. Dieser sei für einen Stall mit knapp 40 000 Hühner und den damit verbundenen Lkw-Verkehr überhaupt nicht ausgelegt. Dies habe auch ein unabhängiges Gutachten bestätigt.
Lesen Sie mehr in der Dienstag-Ausgabe des Coburger Tageblatts.
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