"Mode macht Mut"
22.06.2010
Von: Petra Mayer ![]()
Projekt Monate lang ließen sie die Nähmaschinen rattern, stichelten, steppten und schnitten zu. Jetzt stellen Immigrantinnen aus der Türkei, dem Iran und der früheren Sowjetunion die Kollektion vor, die sie in der Bamberger Werkstatt "Mode macht Mut" fertigten, um das Design- und Näh-Abc zu lernen.

Mit Bändern, Netzstoffen, Häkelmotiven und Stoffblütenrosetten wurden die T-Shirts zum Blickfang, die die Studentinnen Miriam Killer (links), Nadine Tramowsky (rechts) und Schülerin Dulares Tigist Dula vorführen. Foto: Mode macht Mut/Denis Wachtel
Studentinnen werben für den Verkauf im Wanka Tonka Gerade fanden Modeaufnahmen mit Schülerinnen und Studentinnen statt, die für den Verkauf im Wanka Tonka werben. "Inhaberin Annett Hanelt hatte die Modewerkstatt ja ebenso wie Sonja Eichfelder als Inhaberin des Kaufhauses Schrill mit großzügigen Kleiderspenden unterstützt", berichtet Ina Wunder, die "Mode macht Mut" als Stadtteilmanagerin "Starkenfeld" begleitet. So kommen einige Teilnehmerinnen, die allein erziehend und somit auf einen Arbeitsplatz angewiesen sind, aus dem "Soziale-Stadt"-Bereich. Während andere zum knappen Familieneinkommen beitragen möchten, um ihren Kindern hin und wieder Herzenswünsche erfüllen zu können.
Aus gut erhaltener Kleidung entstand im Lauf der vergangenen Monate eine Kollektion, die sich elegant, romantisch und verspielt präsentiert. Dank Godeteinsätzen mit Rüschen aus verschiedensten Stoffen wurden die Modelle zum Blickfang. Dekorative Häkelarbeiten belegen das Geschick der Immigrantinnen, die Verwandlung ausgedienter Jeanshosen in Röcke mit eingesetzten Rüschen die Kreativität der Teilnehmerinnen.Ein eigenes UnternehmenWird die erste Kollektion zum Erfolg, so profitiert davon das gesamte Projekt. "Wir investieren in eigene Nähmaschinen und anderes Equipment", berichtet die Leiterin der Modewerkstatt. "Unsere Vision ist ,Mode macht Mut' zum eigenen Unternehmen weiterzuentwickeln", so Kerstin Waldvogel.
Am 25. Juni wird erst mal auf die fleißigen Näherinnen angestoßen. Wladimir Kusnezov begleitet den Sektempfang in der Oberen Sandstraße 19 von 17 bis 18 Uhr als ehemaliger russischer Orchestermusiker auf der Geige. Das gesamte Team wird sich bei der Gelegenheit auch interessierten Fragen stellen.
Wer sich darüber hinaus über das Projekt "Mode macht Mut" informieren möchte, das vom AWO-Migrationssozialdienst getragen, von der Obersten Baubehörde gefördert und von der ARGE unterstützt wird, kann sich an die Leiterinnen wenden. Sie sind von Dienstag bis Freitag (9 bis 13 Uhr) unter der Nummer 0951/25292040 im Nähzentrum der Brennerstraße 8 erreichbar.
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