Was wird aus dem alten Hallenbad?
01.07.2010
Von: Leonore Strassner ![]()
Denkanstoß Bei der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg stellten die Architekten Inge Aures und Sebastian Körber ihre Vorschläge für die zukünftige Nutzung des Gebäudes am Margaretendamm vor.

Wenn das "Bambados" fertig ist, soll das alte Hallenbad (Bild) geschlossen werden. Was dann aus dem von Hans Rothenburger entworfenen Gebäude wird, steht noch in den Sternen. Foto: R. Rinklef
Zwei fränkische Architekten präsentierten ihre unterschiedlichen Vorstellungen von der Zukunft des in den 60er Jahren von Hans Rothenburger entworfenen Gebäudes. Unabhängig davon, welche Entscheidung einst fallen mag: Handlungsbedarf besteht, denn der Freistaat Bayern zieht sich aus der Finanzierung der Denkmalpflege immer mehr zurück und das Bambados wächst in die Höhe.
Schon im letzten Jahr hatte Inge Aures aus Kulmbach ihre Ausführungen, gebündelt in einer Abschlussarbeit des Masterstudiengangs Denkmalpflege, der Stadt übergeben. Bei ihren Vorschlägen würde eine Bodenplatte auf dem Niveau der jetzigen Beckenkanten eingesetzt. So könnte man Raum gewinnen für eine Eissporthalle, in der sich im Winter Eislaufen ließe, Eisstockschießen oder Rollhockey spielen. Im Sommer wären dort Ausstellungen realisierbar. Ebenso gut kann sich die Architektin eine Sport- oder Kulturhalle vorstellen. Je nach Entwurf sieht sie im Erdgeschoss einen Saunabereich mit Freiluftzone oder Probenräume und Ateliers vor. In den drei Vorschlägen kämen die gläserne Außenfassade und der umlaufende Balkon weiterhin voll zur Geltung. Jedes Konzept hält selbstverständlich Raum für gastronomische Versorgung bereit. Die kalkulierten Gesamtkosten von Aures' Entwürfen bewegen sich zwischen 1,8 und 3,05 Millionen Euro.
Den finanziellen Aspekt ließ auch der zweite Referent, der Forchheimer Sebastian Körber, nicht außer Acht und erinnerte an die heutzutage übliche Art des Namenssponsorings. Ihm schwebt für das Hallenbad eine universitäre Nutzung mit zwei Hörsälen vor, für die sich vielleicht das ein oder andere regionale Unternehmen, beispielsweise aus der Automobilwirtschaft, begeistern lässt. Sein bislang noch nicht ins Detail ausgearbeiteter Entwurf sieht eine aus architektonischer Sicht radikale Lösung vor. Er brachte das Prinzip Raum-im-Raum ins Spiel, bei dem das bestehende Gebäude als Hülle fungiert: zwei einzelne Säle im Innern genau über den heutigen Schwimmbecken, auf die ebenfalls eine Bodenplatte eingesetzt würde.
Die Bamberger sind ihrem Hallenbad eng verbunden, wie die abschließende Erörterung zeigte. Einige beharren noch immer auf dem althergebrachten Gebrauch als Schwimmbad - obwohl dies keine realistische Perspektive zu sein scheint.
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