Stummer Proteste gegen die NPD in Bamberg

31.05.2010   Von: Michael Wehner  inFranken.de

NPD-Parteitag  Vier Tage vor dem Beginn des Bundesparteitages der NPD in Bamberg wurden 20 großformatige Bilder des bekannten deutschen Künstlers Erwin Wortelkamp abgehängt. Die Bilder waren bisher im Foyer der Konzert- und Kongresshalle zu sehen, wo sich am Wochenende ca. 400 Mitglieder der rechtsextremen Partei versammeln wollen.


Symbolische Entfernung von Bildern in Bamberg: Monika Wastl-Schmuck von der Bamberg Congress und Event GmbH der Stadt Bamberg hängt Bilder des Künstlers Erwin Wortelkamp ab. Grund: Am Wochenende werden in den Räumen der Konzert- und Kongresshalle ca. 400 Mitglieder der rechtsextremen NPD erwartet.
"Ich möchte nicht, dass meine Kunst in irgendeinem optischen und inhaltlichen Zusammenhang mit dieser Veranstaltung gebracht wird. Die Ziele dieser Partei stehen in einem krassen Gegensatz zu den Zielen meiner Arbeit", begründete der bekannte deutsche Bildhauer und Maler Erwin Wortelkamp die Entscheidung, seine Bilder abzuhängen.

Die Bilder, die am Montag symbolisch von der Prokuristin der Bamberg Congress und Event GmbH, Monika Wastl-Schmuck, abgehängt wurden, sollen erst nach dem Parteitag der NPD wieder im Foyer der Konzerthalle zu sehen sein. Unberührt von den Vorgängen rund um den NPD-Parteitag bleibt die große namenlos e Bronze-Skulptur vor der Halle.

Erwin Wortelkamps Arbeiten gelten seit den 70er Jahren auch als politische Stellungnahmen. Skulpturen von ihm stehen an Plätzen, wo sich früher jüdische Synagogen befinden.

Für den Landschaftspark "im Tal" im Westerwald hat Wortelkamp 40 Künstlern gewonnen, Skulpturen in die Landschaft hineinzukomponieren. Dieses Projekt sei aus der Tradition der englischen Gärten entstanden, eine Idee, die der Bildung der Bevölkerung verpflichtet gewesen sei, sagte Wortelkamp.

In Bamberg laufen unterdessen die Vorbereitungen für die Protestveranstaltungen am Freitag und am Samstag auf Hochtouren. Mittlerweile ist auch der Verlauf der Menschenkette bekannt, die sich am Freitag, um 17.05 Uhr, unter dem Geläut aller Kirchenglocken schließen soll. Sie reicht von der Konzerthalle über die Mußstraße, die Friedensbrücke bis zum Uferweg an der Schweinfurter Straße. Von dort geht es weiter über Leinritt, Markusbrücke und Schiffbauplatz zurück zur Konzerthalle. Laut Organisator Ralph Korschinsky von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung ist es die längste Menschenkette, die es in Bamberg je gab. Sie hat eine Länge von 1,2 Kilometern. Um sie zu schließen, braucht es nach seiner Meinung 2000 bis 3000 Menschen.



Drucken Artikel Versenden Abo bestellen
 

Weitere Artikel zum Thema suchen



Alternative Suche im Zeitungsarchiv
Hinweis: für Epaper-Abonnenten kostenlos


Kommentare

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Kundennummer:
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
Zusatz (z.B. Firma):
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:  *
Ich bin mit den AGB und der Netiquette einverstanden.:  *


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Schreiben sie Bamberg rückwärts und klein!: 




Nachrichten aus Ihrer Umgebung
Bad Kissingen Schweinfurt Kitzingen Haßberge Bamberg Erlangen-Höchstadt Forchheim Bayreuth Kulmbach Lichtenfels Coburg Kronach
Meisterbeilage
Aktuelle Angebote

Veranstaltungen inFranken.de

Haben Sie heute schon etwas vor?
Finden Sie aus 2927 Events, Partys und Konzerten Ihre Veranstaltung:
E-Paper + Zeitungsarchiv
Die Zeitungsausgaben der letzten zwei Wochen stehen Ihnen mit dem Online-Abo jederzeit, weltweit online zur Verfügung.
Zum E-Paper

Sie suchen einen älteren Zeitungsartikel?
Zum Zeitungsarchiv