Lange Sandkirchweih ist genehmigt
24.02.2010
Von: Michael Wehner ![]()
Volksfest Freunde der Sandkerwa haben heuer zwei Tage länger Zeit, das größte Volksfest in Bamberg zu genießen. Einstimmig billigte der Stadtrat die Ausdehnung des Spektakels in der Altstadt. Anlass ist der runde Geburtstag: Die Sandkerwa wird 60 Jahre alt.

Die Sandkirchweih wird 60, und sie feiert ihren Geburtstag mit zwei Kirchweihtagen extra. Foto: Rinklef
Ganz wie im Antrag des Bürgervereins IV. Distrikt und der Sandkerwa GmbH vorgesehen, beginnt das Fest 2010 bereits am Mittwoch, 18. August, und endet erst am Dienstag, 24. August. Das Abschlussfeuerwerk soll ebenfalls erst am Dienstag stattfinden. Wird die Sperrzeit verlängert? Ralf Haupt, Leiter des Ordnungsamts der Stadt, hofft, dass sich durch die Verlängerung das übliche Gedränge vor allem am Samstag und Sonntag mindert und das Besucheraufkommen besser auf die sieben Kirchweihtage verteilt. Gleichzeitig berichtete er, dass die Bamberger Polizei, die viel Personal für die Kirchweih vorhalte, vorschlägt, die Sperrzeiten während der Sandkirchweih in den außerhalb des Festgebiets gelegenen Bereichen der Innenstadt zu verlängern. Dadurch soll verhindert werden, dass sich der Festbetrieb mit dem Beginn der Sperrzeit im Sand um ein Uhr nach außerhalb verlagert. Nicht auszuschließen, dass sich die Mehrheit im Stadtrat diesen Argumenten anschließen wird, denn in der Debatte äußerten sich SPD und Grüne aufgeschlossen gegenüber diesem Vorstoß. Einigung für Prozession Besonderes Lob bekam die Verwaltung von CSU-Sprecher Helmut Müller. Er würdigte die gelungene Abstimmung zwischen Stadt und der Pfarrgemeinde der Oberen Pfarre in Sachen Marienprozession. Da diese seit Jahrhunderten am Dienstagabend zum Abschluss des Muttergottesfestes von der Oberen Pfarre zur Schranne führt, wäre es zwangsläufig zu Konflikten mit der XXL-Kerwa gekommen.Nun hat man sich für die Prozession auf eine Art Umleitung geeinigt. Die Gläubigen ziehen ausnahmsweise über Judenstraße, Eisgrube und Pfarrgässchen wieder zum Kaulberg zurück. Währenddessen soll die Musik an Schranne und Pfahlplätzchen schweigen. „Das ist ein Kompromiss, mit dem wir gut leben können, zumal es sich ja um eine einmalige Sache handelt“, urteilte der Pfarrer der Oberen Pfarre, Klemens August Droste, gegenüber unserer Zeitung.
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