12 Bäume sollen auf den Platz
07.03.2010
Von: Michael Wehner ![]()
Maxplatz Die Stadt Bamberg wagt nach längerer Pause wieder einen Anlauf zur Verschönerung des Maxplatzes. Der Vorschlag des Gartenamts sieht Bäume im Wechsel mit Pflanzpyramiden vor.
Den Anstoß zu den neuen Plänen hatte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) im Herbst letzten Jahres gegeben, nachdem im Zusammenhang mit Klagen von Hausbesitzern und Händlern Kritik am nach wie vor enttäuschenden Zustand des Innenstadtplatzes laut geworden war.
Den Fraktionen liegen nun zwei Vorschläge zur Entscheidung vor. Einer davon stammt aus der Hand des bekannten Hamburger Designers Peter Schmidt, der bekanntlich den Entwurf für das neue Konzerthallen-Foyer und auch deren neues Farbkonzept geschaffen hatte. Schmidt gliedert den großen Platz mit einer dreizeiligen Landschaft aus Sitzmöbeln mit Pflanzkübeln, die im hinteren Teil der Freifläche den Blick auf die Abfahrt zur Tiefgarage verstellen sollten. Damit auf dem Maxplatz dennoch Großveranstaltungen durchgeführt werden können, sollen die Sitzmöbeln reversibel sein.
Die Kosten für den Schmidt-Vorschlag beziffet die Verwaltung je nach Holzsorte für die Bank-Oberfläche zwischen 39.000 und 45.000 Euro. Die Sitzlandschaft abzubauen, würde rund 4000 Euro kosten – ein Aufwand, der künftig von dem getragen werden soll, der eine Veranstaltung durchführt.
Den Charme der mit 25.000 Euro deutlich preisgünstigeren und angesichts der Finanzlage der Stadt wohl auch realistischeren Alternative haben die Pläne des Gartenamtes. Sie sehen vor, den Maxplatz mit zwölf Bäumen in hochwertigen Pflanzkübeln zu begrünen, die dem vorhandenen Mobiliar entsprechend entweder in Stahl oder Holz ausgeführt sind. Zusätzlich sollen die Bäume, bisher war stets von Weißdornen die Rede, durch sechs mit Sommerflor berankte Blumenpyramiden ergänzt werden.
Die beiden Vorschläge mit Sitzlandschaft und Begrünung sollen nur der kurzfristig zu realisierende Auftakt für die langfristige Neugestaltung des Maxplatzes sein, wie der Vorlage für die Fraktionen zu entnehmen ist. Mittelfristig plant man im Rathaus, im Rathaus gastronomische Nutzungen anzubieten, was sich durch die geplante Aufgabe der Sparkassenfiliale am Eck bereits andeutet.
Langfristig soll die Tiefgaragenabfahrt durch einen Café-Pavillon von möglichst transparentem Äußeren überbaut werden. Dazu bereitet die Verwaltung einen Architektenwettbewerb vor. Wegen der hohen Kosten für beide Projekte ist das allerdings wohl noch für längere Zeit Zukunftsmusik.
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