Stadt Bamberg soll Sicherheiten geben

28.07.2010   Von: Michael Wehner  inFranken.de

Jako-Arena In der Frage der Namensrechte für die Mulitfunktionshalle gibt es jetzt ein Ultimatum des Unternehmens Stechert an die Stadt. Doch die will sich nicht unter Druck setzen lassen.


Foto: Barbara Herbst
Die Übernahme der Namensrechte der Jako-Arena durch den mittelfränkischen Hersteller von Stadionbestuhlungen Stechert wird immer unwahrscheinlicher. In einem Schreiben an die Besitzgesellschaft der Arena, die Sabo GmbH, verlangt Stechert-Geschäftsführer Franz Stegner bis zum 16. August Garantien für den Fortbestand der Arena für mindestens fünf Jahre. Andernfalls müsse er sein Angebot zurückziehen.

Stegner verspricht sich durch die mehrjährige Übernahme der Namensrechte vor allem international einen höheren Bekanntheitsgrad und einen Imagegewinn für das Unternehmen Stechert, das nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Stadionbestuhlungen ist.

Damit es zu einem Abschluss kommt, verlangt Stegner Sicherheiten, dass die Arena die nächsten Jahre wirtschaftlich übersteht. Der Unternehmenschef lässt keinen Zweifel, von wem die verlangten Zusagen kommen sollen: "In dieser Hinsicht sehen wir in erster Linie die Stadt Bamberg in der Pflicht, da nach unseren Informationen die Arena im Falle einer Insolvenz der Sabo GmbH an die Stadt fällt."

Es ist aber wenig wahrscheinlich, dass sich Stadtrat und Oberbürgermeister auf dieses Angebot einlassen. Noch vor wenigen Tagen hat OB Andreas Starke (SPD) nach Äußerungen von Basketballmanager Wolfgang Heyder erklärt, dass für ihn ein weiteres Engagement der Stadt über das Rettungspaket vom vergangenen Jahr hinaus nicht in Frage kommt.

Im Gespräch mit dem FT bestätigte Starke diese Marschrichtung. Die nun sehr viel konkreteren Forderungen nach einer Beteiligung durch die Stadt wies er mit dem Hinweis darauf zurück, dass die Leistungsfähigkeit der Stadt begrenzt sei. "Die Stadt hat auch Verantwortung für Schulen, Kindergärten und Sozialwesen. Das ist genauso wichtig wie der Basketball."

Das Stadtoberhaupt will sich trotz der "Drohgebärden" auf die Frage konzentrieren, wie Spitzenbasketball in Bamberg in Zukunft gesichert werden kann. Auch müsse ein Weg gesucht werden, wie die vielen vom Profibetrieb abhängenden Jugendmannschaften künftig optimale Bedingungen vorfinden. Dass es einen Automatismus für den Übergang der Halle in das Eigentum der Stadt im Falle einer Insolvenz der Besitzgesellschaft gebe, bestritt Starke.

Sollte das Unternehmen Stechert sein Angebot zurückziehen, fehlt der Besitzgesellschaft der Halle bereits 2010 eine sechsstellige Summe. Doch Stechert ist nicht der einzige Interessent, der der Arena des deutschen Basketballmeisters seinen Namen geben will. Bis zuletzt befand sich Manager Wolfgang Heyder in Gesprächen mit dem Kugellagerhersteller SKF in Schweinfurt. Dort zeigt man sich, so war auf Nachfrage zu erfahren, an den Namensrechten interessiert. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.



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