Spätestens ab drei ist Schluss mit Party

24.05.2010   Von: Michael Wehner  inFranken.de

Sandkerwa Die Stadt will Alkoholexzessen in Folge allzu langer Sandkirchweih-Nächte durch eine neue Sperrzeitenregelung vorbeugen.


Die Sandkerwa, wie man sie kennt und schätzt: Probleme gibt es jedoch nach ein Uhr, wenn im Sandgebiet die Sperrstunde beginnt und viele Gäste außerhalb des Festgebiets weiter Party machen. Foto: R.Rinklef.
Besucher der Sandkirchweih, die nach Mitternacht weiter feiern möchten, müssen sich in diesem Sommer mit einer verkürzten Partyzeit abfinden. Mehrheitlich hat der Stadtrat einen Vorschlag der Verwaltung gebilligt, wonach die Gaststätten innerhalb der gesamten Innenstadt ihre Lokale bereits um drei Uhr schließen müssen. Bisher galt fünf Uhr als Sperrstunde. Im Sandgebiet bleibt es beim "Zapfenstreich" um ein Uhr. Anlass für die Neuregelung sind die vielfach beklagten alkohlbedingten Entgleisungen nach ein Uhr, wenn die Wirte im Sandgebiet schließen müssen. Dann verlagerten sich in den vergangenen Jahren die Probleme mit betrunkenen Kirchweihgästen vom Sand in die gesamte Innenstadt. Vor allem die Lange Straße mit ihren Imbiss-Angeboten und der Grüne Markt wurden zur massenhaft besuchten Partyzone - mit den bekannten Folgen wie Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Wildpinkeln und Gegröle. Die Anwohner und Hausbesitzer wissen ein Lied davon zu singen. Der Hotel- und Gaststättenverband hat die Verschärfung der Sperrzeitenregelung abgelehnt. "Für unsere Mitglieder bedeutet das einen Verlust. Wir können zwei Stunden weniger Umsatz machen", sagt Vorsitzender Volker Wrede. Er fürchtet zudem, dass die neue Regelung nicht funktioniert, sondern nur eine Verlagerung der Probleme bewirkt. "Dann bringen die Leute ihren eigenen Alkohol mit und setzen sich auf die Straße. Dann ist nicht einmal mehr ein Wirt da, der das kontrolliert."
Initiative des OB verpuffte

Nicht zufrieden sind auch die Wirte im Sand. Viele wünschen sich eine einheitliche Sperrstunde : "Das ist ungerecht, wenn die Gaststättenbetreiber im Sand um ein Uhr, die Wirte außerhalb erst um drei Uhr ihr Lokal schließen müssen", klagte Gabriele Tonin. Der Stadtrat ließ sich von den Bedenken nicht umstimmen, zumal die Bereitschaft der Wirte gering ist, sich an den Folgekosten der Partys nach Kirchweihende zu beteiligen. Eine Initiative des Oberbürgermeisters, verpuffte ergebnislos. Auch die Unterstützung, die die Sandkerwa GmbH von den externen Wirten erhielt, blieb nach Darstellung der Stadt im unteren dreistelligen Bereich. Mehr lesen Sie im Fränkischen Tag


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