Lüpertz platziert den "Apoll" in Bamberg

29.04.2009   Ort: Importartikel  Von: Michael Wehner  inFranken.de

Skulpturenweg Offiziell wird der "Apoll" von Markus Lüpertz erst am Montag, 4. Mai, 14.30 Uhr, enthüllt. Doch wer am Mittwoch am Elisabethenplatz vorbeikam, konnte schon einmal einen Eindruck gewinnen, wie Bambergs neue Station auf dem Skulpturenweg wirken wird.


Markus Lüpertz dirigiert den Kran, an dessen Haken der Sockel für sein Kunstwerk hängt. Foto: Ronald Rinklef
Markus Lüpertz war eigens aus Berlin angereist, wo er eben erst eine Werkgruppe seines verstorbenen Freundes Jörg Immendorf im Gropius-Bau arrangiert hatte. In Bamberg nun das Kontrastprogramm im Schatten einer spätgotischen Kirche und bei strömendem Regen.
Lüpertz, einer der bekanntesten deutschen Gegenwartskünstler, häufig als Malerfürst tituliert, ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein, als das hinter dicken Folienpolstern verpackte Kunstwerk von einem kleinen Kran aufs Podest gehievt wurde, das eigens für den Apoll aus rotem Sandstein vom Untermain gehauen worden war.
Wenn am Montag die feierliche Enthüllung der Plastik vorgenommen wird, wird auch Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder mit von der Partie sein. Schröder hält die Laudatio auf den 68-jährigen Künstler. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen.
„Wir sind stolz, dass dieser bedeutende Künstler von internationalem Ruhm mit seinem Exponat den öffentlichen Raum in Bamberg bereichert", sagte Oberbürgermeister Andreas Starke. Lüpertz zeige eine ganz eigenwillige und qualitativ hochwertige Facette des aktuellen Kunstgeschehens und reihe sich damit nahtlos in die bedeutenden zeitgenössischen Künstler wie Botero, Avramidis, Wortelkamp, Mitoraj und Luginbühl ein, die in den letzten Jahren mit ihren Skulpturen "ein besonderes Kunsterlebnis nach Bamberg gebracht haben."
Bereits 2006 waren etliche Großplastiken von Markus Lüpertz in den Straßen der Stadt im Rahmen einer Ausstellung der Villa Concordia zu sehen gewesen. Damals wurde von einem Unbekannten der Kopf Chillida vom Sockel gestürzt. Oberbürgermeister Starke startete daraufhin eine Spendensammlung, die vor kurzem mit Erfolg abgeschlossen wurde. Der Apoll wurde nach Angaben der Stadt „umsturzsicher“ auf einem 1400 Kilogramm schweren Sockel montiert.



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