Sex-Club: Stadt wirft CSU Scheinheiligkeit vor
05.05.2010
Von: Michael Wehner ![]()
Bordell Die Auseinandersetzung um die Genehmigung des Sex-Parks in der Bamberger Jäckstraße geht in eine neue Runde. Georg Hofmann, Personalreferent, stellte sich gestern vor die Mitarbeiter der Bauverwaltung und bezichtigte zwei CSU-Stadträte unwahre Behauptungen zu machen.

In der Affäre um den ohne öffentliche Beteiligung des Stadtrats genehmigten Sex-Park in der Jäckstraße hat die Stadtverwaltung die Angriffe von CSU-Stadträten zurückgewiesen. Erst auf Initiative eines einzelnen Stadtrats sei der Bauantrag auf dem Verwaltungswege erledigt worden, hieß es in einer Mitteilung der Stadt.
Georg Hofmann, Personalreferent der Stadt und Leiter des Bürgermeisteramts, warf den CSU-Stadträten Daniela Reinfelder und Pankraz Deuber vor, "bewusst falsche Behauptungen" zu verbreiten. Wie Hofmann dem FT sagte, hätten die Mitarbeiter der Bauverwaltung korrekt gehandelt. Sie planten laut Hofmann, den Antrag auf Nutzungsänderung eines Fitnessstudios im Bau- und Werksenat zu behandeln.
Erst auf Wunsch eines einzelnen Stadtrats sei das Gesuch mit den Sprechern der Fraktionen vorberaten worden, sagte Hofmann. Wer dieser Stadtrat war, ließ Hofmann offen.
In dieser Vorbesprechung habe man sich darauf geeinigt, das Gesuch nicht im Bausenat zu behandeln, sondern auf dem Verwaltungswege zu genehmigen. "Jetzt den Eindruck zu erwecken, dass hinter dem Rücken des Stadtrats gehandelt worden wäre, ist der Gipfel der Scheinheiligkeit", warf Hofmann und forderte Reinfelder und Deuber auf, sich bei den Mitarbeitern der Baudirektion zu entschuldigen.
Die beiden CSU-Stadträte Pankraz Deuber und Daniela Reinfelder wiesen es gegenüber dem FT von sich, falsche Behauptungen gemacht zu haben. Ebenso sei von ihnen keine Initiative ausgegangen, die Angelegenheit ohne öffentliche Beteiligung des Stadtrats zu behandeln.
Sie seien auch heute noch der Meinung, dass ein solcher Vorgang öffentlich und im Stadtrat diskutiert werden müsse und nicht wie geschehen am Stadtrat vorbei entschieden werden dürfe.
Reinfelder warf dem Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) vor, den Antrag bewusst nicht auf die Tagesordnung genommen zu haben. Auch die vorhandenen Sitzungsunterlagen seien nicht verteilt worden. Deuber und Reinfelder bezweifelten, dass den Fraktionssprechern vollständige Informationen über die Dimensionen des Vorhabens in der Jäckstraße vorgelegen waren.
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