"Schwäne" rissen das Publikum von den Sitzen
06.02.2012
Ort: Schlüsselfeld Von: Evi Seeger ![]()
Fasching Gesangverein, TSV und Feuerwehr spießten das Geschehen in und um Schlüsselfeld pointiert auf.

Mit Anmut, Federschmuck und Tutu: das Männerballett Fotos: Evi SeegerMit Anmut, Federschmuck und Tutu: das Männerballett Fotos: Evi Seeger
Elf Zwerge marschierten ein, Elfen schienen auf der Bühne zu schweben, Zauberinnen gaben sich geheimnisvoll und zu all dem rockten die Flammenengel der Feuerwehr Amadeus. Absolutes Highlight des Abends war das berühmte Ballett "Schwanensee". Der Saal bebte, als sich Heinz Kruppa als Primaballerina auf die Bühne wagte. Die Männer im klassischen Tutu und Federschmuck wussten sich überaus grazil zu bewegen. Barbara Nowak muss als Trainerin immense Arbeit geleistet haben, bis dieser Auftritt bühnenreif war.
Die Garde riss mit ihrem schmissigen Auftritt die Zuschauer von Anfang an mit. Mit dem Schlachtruf "Ho Zwerge, ho Zwerge, ho, ho, ho" heizte der Zwergenrat die Stimmung an. Eine hervorragend gemachte Präsentation auf der Leinwand untermalte das Geschehen auf der Bühne perfekt. Mit "Herz, Schmerz und dies und das" animierte in tollen Kostümen der Gesangverein zum Mitsingen. Bei den Büttenreden bekamen vor allem die Stadträte und "der OB" ihr Fett weg. Natürlich durfte das Aschbacher Freibad, über das im März per Bürgerentscheid abgestimmt wird, nicht fehlen. Wie eine alte Kultstätte nahm sich in der Präsentation der neu gestaltete Drei-Franken-Stein aus: Geheimnisvolle Gestalten umtanzten den fränkischen "CSU-Aufmarschplatz".
Alternativen für das Freibad
Aber auch die Heuchelheimer mit ihrem Wunsch nach einer zweiten Zufahrt und der geplante Autobahnparkplatz waren beliebte Themen. Peter Messingschlager und Uli Zech probten als Ministranten für einen Fastnachtsgottesdienst und bemühten dabei - stimmlich hervorragend - ihren "Padre". Mit ihrer Meinung zum "Aschbier Bad" hielten die Minis nicht hinterm Berg: "Net amol schwimma könna, ober fürs Freibad in der Stadtratsitzung hocken." Ihr Vorschlag: Das Bad zum Weihwassersammelbecken umzuwandeln. Dann müsse der Stadtpfarrer nur noch einmal im Jahr segnen.
Walter Pröls, immer für Gags und Pointen gut, moderierte den Abend. Seine Publikumsbefragung zum Aschbacher Bad erheiterte ebenso wie sein Dank an die anwesenden Höchstadter "für die Überlassung des ADAC". Dem Stadtheiligen Sankt Petrus (Heiner Messingschlager) und seinem "Chef" (Karl Pröls) war vom geplanten Kulturtempel in der historischen Zehntscheune "mit Georg-Zipfel-Saal" bis hin zum Diakon auf dem heiligen Berg nichts verborgen geblieben.
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