Verschiedene Ideen für die Schleuse 100

10.09.2009   Ort: Importartikel  Von: Jutta Behr-Groh  inFranken.de

Denkmal Für ein besonderes Bamberger Denkmal, das Schleusenwärterhaus an der historischen Schleuse 100, hat der Rotary-Club Bamberg Schloss-Geyerswörth schon ein fertiges Konzept. Auch der Bürgerverein Mitte will prüfen, ob und wie er es betreiben könnte.


Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Schleusenwärterhaus am Mühlwörth nach Plänen des bekannten bayerischen Architekten Leo von Klenze gebaut. Archivbild: Ronald Rinklef
Ein Café in der Regie eines Bamberger Service-Clubs, neue Heimat eines Bamberger Bürgervereins oder beides in einem? Die Zukunft des Denkmal geschützten Schleusenwärterhauses an der Schleuse 100 des historischen Ludwigs-Kanals in Bamberg ist noch offen. Es soll eines Tages dem Allgemeinwohl dienen, wenn die letzte Bewohnerin ausgezogen ist. Ihr Wohnrecht auf Lebenszeit müssen alle respektieren, die Interesse an dem Bamberger Kleinod hegen.

Der Rotary-Club Bamberg Schloss-Geyerswörth hat ein fertiges Konzept für eine Art „Mini-Haincafé“ in der Schublade liegen und wäre laut Gründungspräsident Herbert Brauner bereit, 500 000 Euro zu investieren. Das Interesse des Clubs begründet er mit dem Wunsch, der Bamberger Öffentlichkeit das Schleusen-Denkmal – er nennt es „ein Juwel fast ohne gleichen“ – zu erhalten.

OB Andreas Starke kennt die rotarischen Schubladenpläne, hat das außergewöhnliche Objekt aber auch dem derzeit heimatlosen Bürgerverein (BV) Mitte als möglichen Vereinssitz angeboten. An die Offerte ist die Bedingung geknüpft, dass der Verein ein tragfähiges Konzept vorlegt, wie er die Sanierung des Denkmal-Ensembles finanzieren und Haus und Garten nutzen will. Dieser Herausforderung wollen sich Vorstand und ein Arbeitskreis in Kürze stellen, nachdem die Teilnehmer an einer außerordentlichen Mitgliederversammlung „grünes Licht“ dafür gegeben haben. BV-Vorsitzende Sabine Sauer betonte, man werde „Ergebnis offen“ an die Sache herangehen.

Der Bamberger Oberbürgermeister kann sich sogar eine kombinierte Nutzung des Schleusenwärterhauses vorstellen, als Geschäftsstelle und Veranstaltungsraum des BV Mitte wie auch als öffentliches Café des Rotary-Clubs. Er fände das „eine pragmatische Lösung“, weil die Allgemeinheit so von den „finanziellen Möglichkeiten und dem Ideenreichtum des Serviceclubs“ profitieren würde.

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