"Ohne Moos ist auch bei uns nix los"
07.08.2009
Ort: Importartikel Von: Gottfried Pelnasch ![]()
Sandkerwa Die Veranstalter von Bambergs größtem Volksfest suchen weiter händeringend nach Geldgebern. Spätestens im Jubiläumsjahr 2010 sollen die Besucher wieder mit einem attraktiven Programm verwöhnt werden.
300.000 Besucher erwartet
Die Stadträtin (GAL), Bezirksrätin und stellvertetende Vorsitzende des Bürgervereins 4. Distrikt braucht in diesen Tagen einmal mehr gute Nerven und noch mehr Überredungskünste, um die Sandkerwa 09 auch in punkto Budget am Ende zu einer runden Sache werden zu lassen. Jährlich zieht es etwa 300.000 Besucher an den fünf tollen Tagen in den Sand – die wollen auf die Reihe gebracht und zudem bestens unterhalten sein. Was in früheren Jahren, als der Geldhahn noch nicht vor sich hin röchelte und beispielsweise die „Italienische Nacht“ an der illuminierten Regnitz ihrem Namen alle Ehre machte, auch bestens funktionierte.
60. Jubiläum steht an
Heute müssen Ulrike Heuken und ihre rund zwanzig rührigen Mitstreiter aus dem Veranstaltungsteam – sie krempeln ausnahmslos ehrenamtlich die Ärmel hoch – verstärkt die Werbetrommel rühren und auf die Solidarität möglichst vieler Gastronomen hoffen, denn „ohne Moos ist auch bei uns nix los“. Zumal im kommenden Jahr mit Sandkerwa Nummer 60 ein Jubiläum ansteht. Dann will man es wie früher wieder einmal so richtig krachen lassen. Damit der Traum wahr wird, will Heucken schon jetzt „eifrig Pölsterchen sammeln“.
Nachwuchsmangel im Sand
Neben dem schnöden Mammon bereitet den eifrigen Kirchweihmachern im Sand auch der Nachwuchsmangel Sorgen. „Da geht es uns nicht anders als den meisten anderen Vereinen“, weiß die BV-Vize. Ein Beispiel: Tausende Kerwa-Wimpel müssen von Hand gewaschen, gestärkt und gebügelt werden – „von allein geht das nicht“. Auch ehrenamtliche Techniker zum Aufbau der Lautsprecheranlage beim Fischerstechen werden noch gesucht.
Wenigstens eine Sorge ist der Bürgerverein im Sand nach ausgestandenem Rechtsstreit mit einer Bamberger Brauerei los: Das 656 Sitzplätze fassende vereinseigene Festzelt am Leinritt betreiben die Mitglieder nach zehn Jahren heuer erstmals wieder in eigener Regie. „Die Bewirtung übernehmen lokale Wirte – auch das spart Kosten“, berichtet Ulrike Heucken.
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