Dachbrand, Säureunfall und 2 Eingeklemmte

30.07.2009   Ort: Importartikel  Von: Anette Schreiber  inFranken.de

Großübung Acht Wehren aus Stadt und Landkreis Bamberg waren am Weiler Rothof bei Bischberg im Einsatz. Hier gibt es keinerlei Löschwasser. Die Übung sollte zeigen, ob der Alarmplan funktioniert. Fazit : Man wird weitere Kräfte brauchen.


Um den "Bewohner" aus dem Dachstuhl zu retten, war eine Drehleiter nötig. Alle Fotos: R. Rinklef
Beim abseits gelegenen Weiler Rothof bei Bischberg gibt es Gebäude und Stall, aber keine Löschwasserversorgung. Deswegen wurde in einer Großübung Mittwochabend geklärt, ob der Alarmplan funktioniert. Acht Wehren und an die 20 Einsatzfahrzeuge aller Art waren in einer konzertierten Übung von Stadt und Landkreis-Kräften vor Ort. Ausgangspunkt war ein Dachbrand. Am Ende der Großübung konnten Kreisbrandinspektor Wilhelm Scholz und Bischbergs Erster Kommandant Martin Raab bilanzieren, dass man mit dem aufgebotenen Kontingent im Ernstfall wohl am Limit wäre. Auf diesen Erkenntnissen wird der Alarmplan überarbeitet werden.
Besondere Herausforderungen für die Einsatzkräfte stellten einerseits der Aufbau von einer insgesamt über zwei Kilometer langen Schlauchverbindung von den Kühweihern zum Rothof her. Bis die Leitung mit Zwischenstation Löschteich bei der Brezen Ranch aufgebaut war, mussten parallel dazu vier Löschfahrzeuge im Pendelverkehr in der Gaustadter Wohnbebauung über Hydranten Wasser tanken und zum Rothof transportieren. Erschwert wurde dies durch den zu koordinierenden Begegnungsverkehr auf der schmalen Zufahrt.
Drehleiter im Einsatz

Laut Szenario brannte der Dachstuhl eines Wohngebäudes am Weiler, in dem sich ein Bewohner befand. Um die Person aus dem Gebäude zu befreien, war der Einsatz eines Fahrzeugs mit Drehleiter erforderlich.
Weiterhin nahm man parallel dazu auf einem in der Nähe befindlichen Holzlagerplatz einen Säureunfall an, und es waren zwei Menschen unter Holzstämmen eingeklemmt. Resultat: Der „Brand“ wurde erfolgreich gelöscht, alle sind Personen gerettet und ein wurde Umweltschaden vermieden. Nach fast drei Stunden war die Großübung mit rund 150 Einsatzkräften zu Ende. Andere Feuerwehren mussten zu dieser Zeit zu einem realen Einsatz nach Sassanfahrt ausrücken…

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