Pfister bläst die Jesus-Pläne ab

06.04.2009   Ort: Importartikel  Von: Michael Wehner  inFranken.de

Rückzug Der Riesen-Heiland kommt nicht in den Landkreis. Angeblich ist ein anderer Platz gefunden, an dem das Vorhaben realisiert werden soll.


Die Jesus-Statue soll nun doch nicht in Trunstadt gebaut werden.
Die Überlegungen, im Maintal bei Trunstadt einen 55 Meter hohen Riesen-Heiland zu bauen, sind endgültig vom Tisch. Dies teilte gestern im Gespräch mit in Franken.de der Hohengüßbacher Bau-Unternehmer Georg Pfister mit.
Der 73-jährige reagiert damit nicht, wie er selbst sagte, auf die Kritik, die sein Vorhaben von vielen Seiten geerntet hatte. Er habe diese Entscheidung nach einem Gespräch mit dem Dresdner Ideengeber Harry Vossberg getroffen. „Die wollen die Statue auf einem Hügel“, nannte Pfister den ausschlaggebenden Grund. Deshalb mache es für ihn keinen Sinn mehr, die Idee weiter zu verfolgen. Außerdem habe Vossberg zu erkennen gegeben, dass er einen anderen Ort für das Christus-Monument gefunden habe.
Bekanntlich plante Pfister, die 55 Meter hohen Riesen-Jesus mitten in seinem Freizeitland errichten, das auf einem 100 Hektar großen Gelände an der Grenze zwischen Ober- und Unterfranken in den nächsten Jahren entstehen soll. Dazu gehören neben einem Wellnesszentrum, auch ein Yachthafen, ein Campingplatz, ein Badestrand und eine Tankstelle für Boote.
Kritisch äußerte sich der Bauunternehmer gegenüber der Welle von Protest, die sein Vorhaben ausgelöst habe. „Wenn solche Neinsager und Bedenkenträger früher das Sagen gehabt hätten, dann gäbe es heute keinen Bamberger Dom, kein Kloster Banz und kein Vierzehnheiligen“, sagte Pfister.
An den Plänen für sein Freizeitland will Pfister aber nach sieben Jahren Vorbereitung festhalten. An Stelle des Riesen-Jesus soll eine andere Attraktion Besucher nach Trunstadt locken.
An welchem Standort Harry Vossberg nun sein Projekt verwirklichen möchte, war gestern nicht zu erfahren. Vossberg hüllte sich gegenüber unserer Zeitung in Schweigen. Alle Anfrage würden geprüft.„Wir sagen im Moment weder zu noch ab“, sagte der Dresdner.


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