Martinschule holt mit Hoffmann den Preis

12.03.2010   Von: Hans Kurz  inFranken.de

Auszeichnung Die Martinschule Bamberg hat mit ihrem "E.T.A-Hoffmann-Projekt" den zum dritten Mal ausgelobten C.C. Buchner-Preis gewonnen. Die Jury kürte die Gemeinschaftsaktion mit der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft als bestes kulturpädagogisches Kooperationsprojekt.


Schüler der Martinschule mit Urkunden und Scheck Fotos: Barbara Herbst
Die Entscheidung, aus zwölf gleichermaßen kreativen Bewerbungen eine hervorzuheben, war der Jury, bestehend aus Volker Traumann, Sanne Grabisch und Simone Famulla, sicher nicht leicht gefallen. Eine Vielzahl von Kriterien galt es abzuwägen. Was ist bei den Schülern angekommen? Das war sicher die zentrale Frage. Aber zählt das Ergebnis mehr, oder ist schon der Weg dorthin das Ziel? Geht es um die schülergerechte Vermittlung von Erwachsenen-Hochkultur, wie etwa in der Kooperation "Kinderzimmer mit Aussicht" von Clavius- und Kaiser-Heinrich-Gymnasium, Künstlerhaus Villa Concordia und dem Institut Denkunternehmung? Oder geht es um Kultur von unten, die Schüler abzuholen und sie ihre eigenen Ideen entfalten zu lassen, so wie im medienpädagogischen Projekt "Schulradio" der Hugo-von-Trimberg-Schule?


Preisverleihung im Spiegelsaal


Bei der Preisverleihung im Spiegelsaal der Harmonie hatten jedenfalls die Hauptschüler knapp die Nase vorn und wurden mit dem zweiten Preis ausgezeichnet, der vom Verleger des C.C. Buchner-Verlags, Gunnar Grünke, mit 500 Euro dotiert ist. 2000 Euro gingen aber an die Kooperation von Martinschule und E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft, denn so heißt es in der Begründung der Jury: Das Projekt als Ganzes besticht durch seine Vielfalt kulturellen Erlebens für die Schüler, deren Eltern und der gesamten Öffentlichkeit.

Alle anderen zehn Bewerber konnten sich über lobende Worte und eine mit je 50 Euro gefüllte Kultur-Kasse freuen, die sie aus den Händen von Bürgermeister Werner Hipelius, stellvertretendem Landrat Johann Pfister und Verleger Gunnar Grünke entgegen nehmen.


300 000 Euro für "Kultur.Klassen"


Eine Weiterentwicklung des Buchner-Preises mit mehr Mitteln, kündigte Bürgermeister Hipelius an. Der Kultur- und Schulservice Bamberg will zusammen mit dem Landkreis und mit Unterstützung von Sponsoren, wie der PwC-Siftung (der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers), der Oberfrankenstiftung, des Kulturfonds Bayern und der Robert-Bosch-Stiftung, die kulturelle Bildung mit gut 300 000 Euro fördern. In dem neuen Projekt "Kultur.Klassen" soll in den kommenden zwei Schuljahren an zehn Schulen und in zwei Kindergärten in Stadt und Landkreis Bamberg kulturelle Bildung dauerhaft in den Schul- und Erziehungsalltag integriert werden.




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