Bamberg wird zu einem Heirats-Paradies
14.05.2010
Von: Jutta Behr-Groh ![]()
Tourismus Im Bamberger Standesamt rechnet man damit, dass heuer mehr als 100 Brautpaare eigens zum Heiraten in die Welterbestadt reisen. Ihre Zahl nimmt seit Jahren zu. Anfragen aus aller Welt verzeichnet Standesamtsleiter Robert Strauß und sein Team inzwischen. Neue "pfiffige Beurkundungsorte" dürften den Trend noch verstärken.

Wer im Termin flexibel ist hat die Qual der Wahl Bamberg hatte bisher schon drei Orte im Angebot. Den (renovierten) Trauungssaal im Rathaus Maxplatz natürlich, wo die ganze Woche über nach wie vor die meisten Eheschließungen besiegelt werden. Jeweils am ersten Samstag im Monat kann im Rokokosaal des Alten Rathauses geheiratet werden; der ist so beliebt, dass erst im Oktober wieder Termine zu haben sind. An ausgewählten Terminen können Verliebte schließlich noch in der mittelalterlichen Katharinenkapelle der Alten Hofhaltung den Bund fürs Leben schließen. Sechs weitere Adressen erprobt das Standesamt heuer, darunter die Altenburg. "Wir haben in diesem Jahr mehr Trauungsorte als Standesbeamte", scherzt Strauß. Er und fünf Mitarbeiter dürfen Eheschließungen beurkunden.Um auszuloten, welche Orte für standesamtliche Trauungen besonders attraktiv sind, entschloss sich die Stadt 2010 zu einem "Probelauf" . Je Örtlichkeit gab sie einen Termin vor. Der erste außer der Reihe ist der heutige Samstag (15. Mai): Mit sieben Trauungen erweist sich die Altenburg schon als ein Magnet für Brautpaare. Am 16. Juli besteht die Möglichkeit, auf einem der Fahrgastschiffe am Kranen in den Hafen der Ehe einzulaufen. Dafür gibt es eine Vormerkung. Umso größer . ist der Ansturm auf den nördlichen Pavillon im romantischen Michaelsberger Terrassen-Garten am Samstag, 17. Juli: Elf Paare wollen sich dort trauen lassen. Ein Paar hat sich für den modernen gläsernen Theater-Treff (21. August) entschieden, drei Anfragen liegen für den Renaissance-Saal des Rathauses Schloss Geyerswörth (18. September) vor. Für die so genannte Bergmannskapelle in der Stollenanlage unter dem Stephansberg (16. Oktober) hat Robert Strauß noch keine Anmeldung. Er ist aber überzeugt, dass auch das Heiraten unter Tage Liebhaber hat. Wenn sich noch keine gemeldet haben, dann liegt das seiner Meinung nach an den Anmeldefristen: Das Standesamt reserviert Termine frühestens sechs Monate im Voraus.
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